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Mannes ist. Man hat zwar bemerkt, daß unsere Rühren zu-weilen gegen die Herbstzeit von Insekten entstehen, die man mitdem Kohl und auch wohl mit dem Obst verschlingt. Aber Deg-ner, der von der Ruhr vortrefflich geschrieben, sagt, das Obstkönne zu der von ihm beschriebenen, und weit umher verbrei-teten Ruhr nichts beygetragen haben, weil man sehr oft keineRuhr bemerke, wenn das Obst schon ungemein häufig wächst;weil man sehr deutlich und schon oft erfahren hat, daß Leutevon der Ruhr überfalle» werden, die kein Obst essen, und so-gar kleine Kinder, die von Müttern gesäugt werden, welchesich des Obstes gänzlich enthalten; weil die furchtbare Nimwe-gische Ruhr schon ihren höchsten Gipfel erreicht hatte, ehe mannoch Obst essen konnte, und weil zuletzt auch die Leute über-fallen wurden, die Obst aßen und die keines aßen. Gewisseund wiederholte Erfahrungen haben von allen Orten her ge-zeigt, daß die Sommerfrüchte fast niemals die Ursache der Ruhrsind. Sogar erweist unser große Schweizerische Arzt, HerrTis-sot in Lausanne, nicht nur durch häufige und untrügliche Erfah-rungen auch den Ungläubigsten, insofern ihre Köpfe nicht gar zudick sind, daß kein Vorurtheil so falsch ist, als dieses, sonderndaß alle Arten von reifen Früchten, besonders die Sommerfrüchte,ein wirkliches und zuverlässiges Verwahrungsmittel wider dieRuhr sind. Man sieht hieraus, wie richtig oft derjenige denkt,der verwirft, was die Menge glaubt.
Ein übermäßiger Vorrath von Luft scheint auch in den Trau-ben zu herrschen. Sie sind wenigstens für schwächliche Per-sonen unendlich blähend, wenn der Leib dabey nicht offen ist.Ich erinnere mich eines mit dem Veitstänze zwar behaftetenMenschen, der, auf eine entsetzliche Menge zu sich genommenerTrauben plötzlich, über und über aufgetrieben, starb.
Die ölichten Speisen aus dem Pflanzenreiche sind sehr schädlich.Man sieht daher epidemische und endemische Krankheiten entstehen,besonders wenn man sich der ölichten Speisen aus dem Thier-reiche zugleich bedient. In den nördlichen Inseln von Schott-land herrscht daher beständig die Krätze, in Niedersachsen, woder gemeine Mann fast nicht besser lebt, als bey unS die Schweine,Zimmermanns Erfahrungen. 23