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Die Chinesischen Aerzte verbieten insgemein alle Nahrung inden Krankheiten, und vor allem aus in Fiebern das Fleisch,die Fische und die Eyer. Das bloße Reiswasser, oder der mitvielem Wasser geläuterte Reis ist alles, was sie, und zwarsehr sparsam, sich erlauben; denn der Magen, sagen sie, kannin einem kranken Körper seine Verrichtungen nicht machen, unddie selbst sehr sparsam erlaubte Speise wird übel verdaut. Mansolgt dieser Methode auch in dem Königreiche Tong-king, inCochinchina, in dem Mogolischen Reiche, in ganz Ostindien,und in Japan. Die Ostindischen Arzeneykünstler sind hierinweit klüger, als die französischen Aerzte, und die schweizeri-schen Practiker.
Unstreitig neigt alles Fleisch unsere Säfte zu der Fäulung,und in einem ungemein schwachen Magen fault es zuweilenselbst. Das schmackhafte Wesen des Fleisches wird erst durch dasFeuer erhalten, welches sein inwendiges Salz und Oel um somehr schärft, als das Feuer größer ist, aber zuletzt ranzig undekelhaft macht. Fleisch, das mit Butter gebraten ist, neigtalles um so mehr zu der Fäulung, weil ein öliciftes Wesen erstauf dem sechöhundertcsten Grade kocht, Wasser auf dem zwey-hundert und zwölften, und weil also diese Zubereitung einenhöhern Grad des Feuers vonnöthen hat. Vorzüglich säuft dasSchweinefleisch unsere Säfte, weil die Speise dieses garstigenThieres die garstigste, und seine Säfte die verdorbensten sind,und weil überhaupt das Schwein unter allen Thieren den Ge-schwüren der Lungen, den Krankheiten der Haut und der Fäu-lung am meisten unterworfen ist, daher man auch in Pestzeiten,da wo Ordnung ist, insgemein die Schweine tödet. Noch mehrwerden unsere Säfte zur Fäulung durch die so sehr beliebtenVögel geneigt, die bloß von Jnsecten leben. Auch die mildernRebhühner haben diese Eigenschaft schon in einem so hohen Grade,daß kein Mensch drey Tage, ohne krank zu werden, nur bloßRebhüner zu speisen vermag.
Aus der Fäulung des Fleisches in dem Magen entstehen Winde,und auch aus seiner Unverdaulichkejt, wenn eS nicht gefaulthat. Es ist also die Frage, ob Leute, die einen schwachen Ma-