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ein Eigenthum der Russischen Kaiserin, und fallt nur als einGeschenk in andere Hände. Uebrigens wird der Thee sowohlin Hinsicht auf den Geruch, als in Hinsicht auf den Geschmack,durch Beymischung verschiedenen Zeugs vielfältig verfälscht, derTheebou am meisten, und zwar mit einer Einweichung der Ja-panischen Erde.
In China wird von den gemeinen Leuten der schlechtesteThee häufig in einen großen Kessel geworfen, und den ganzenTag mit Wasser abgekocht; dieser Thee ist ihr gewöhnlichesGetränk. Die Vornehmern bedienen sich ihres feinern Theefast auf gleiche Art wie wir; doch trinken sie ihn ohne Zucker,und nur die Tarraren mit Milch. In Japan wird der Theezu Pulver verrieben, mit heißem Wasser vermischt, so langeumgerührt, bis er schäumt wie Chocolade, und ohne Zuckergetrunken.
Ueberhaupt erheben die Asiatischen Völker, und besondersdie Chinesen, den Thee als die größte, beste und allgemeinsteArzeney. Ich habe Chinesische Recepte wider die Erschöpfungder Lebensgeister und den Kopfschmerz, wider den Stuhlzwang,wider den Goldaderfluß, wider das Herzweh, wider die Hart-leibigkeit nach der Geburt, wider die Schmerzen in den Nie-ren, wider allerley Gifte, wider das Leisten in den Pocken,wider den Schleim im Halse, wider die Neigung zum Brechen,wider die Verhüllung der Zeiten und wider den Husten gesehen,die entweder ganz allein aus Thee bestanden, oder bey wel-chen doch der Thee die Hauptsache war. Aber man weiß viel zuwohl, wie übermäßig die Chinesen alles erheben, was aus ih-rem Erdreich emporsteigt, und wie unrichtig fast jeder Menschurtheilt, wenn er im Enthusiasmus urtheilt.
Man hält doch in China selbst den grünen Thee durchausfür corrosiv, obschon man glaubt, der schwächste Magen ver-trage den guten Theebou. Ich lese indeß, daß auf den Miß-brauch des Thee in China die heftigsten Nervenkrankheiten,Harnflüsse, und durch diese eine Abzehrung und der Tod ent-stehen. Li Linz Fi will darum, daß man wenig Thee trinke,niemals nüchtern, und niemals wenn der Magen leer ist. Der