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. bewegungen sind unordentlich. Der Puls ist ungleich und ver-! wirrt, er verändert sich am meisten, wenn man der verlangten^ Person gedenkt, oder wenn sie plötzlich erscheint. Avicennasagt gerade heraus, wenn keine andere Hülfe möglich ist, als^ die Vermischung der geliebten Person mit der Liebenden, sosey es gut, daß sie geschehe, wenn die Umstände es erlauben;
> denn er versichert, er habe einige Liebende gesehen zu ihrers vorigen Gesundheit und ihren vorigen Kräften kommen, wenn! die geliebte Person sie kaum berührt habe, da sie doch schon? ganz ausgezehrt und dürr, mit einem langwierigen Fieber ge-j plagt, und durch die Macht der Liebe aller ihrer Kräfte be-
raubt waren. Der Sohn des Sina setzt sehr wohl hinzu,k diese Wiedergeburt vollführe sich in einer so sehr kurzen Zeit,
> daß allerdings hieraus die Gewalt der Leidenschaften auf denKörper erhelle.
Der Neid äußert seine Wirkungen schon bey Kindern. Siewerden nicht selten wegen einem andern, etwa ihrer Meinungnach zu werthen Kinde, ganz elend und mager, und verfallenleicht in eine Dürrsucht. Der Neid nimmt überhaupt die Eß-l lust, macht schlaflos, und zu fieberischen Bewegungen geneigt,j Er gibt dem, der versäumt hat, seine Talente anzubauen,
' und es darum für eine Unbilde hält, wenn er von andern be-
> schämt wird, die besser damit hausgehalten, ein schwermüthi-! ges, ungeduldiges, schnaubendes, banges und engbrüstigesi Wesen, so oft er andere im Besitze von Vortheilen sieht,
! die er, seiner Meinung nach, allein besitzen sollte. Der gute
Name dieser Menschen, an denen er sich mit verstellter, undin seinem Herzen nicht liegender Verachtung und Verkleine-rung zu rächen sucht, hängt wie ein Schwert an einem Här-chen über seinem Haupte. Er möchte Andere jede Stunde mar-tern, und er selbst ist sede Stunde gemartert. Ost bildet ersich ihr Glück oder Ruhm größer ein, als sie eS sind, unddoch nähren diese Einbildungen einen unauslöschlichen Gramin seiner Brust. Auch der Lachnarr wird trübe, sobald der Neid,dieser wahre und eigentliche Teufel, in ihm zu wirken anfängt,und er sieht, daß er vergeblich sich ereifert, die Verdienste zu