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zu seyn, so scheue er sich nicht zu behaupten, daß das Nach-denken ein widernatürlicher Zustand, und ein Mensch, dersich in Betrachtungen vertiefe, ein aus der Art geschlagenesThier sey.
Dreizehntes Capitel,
Bau den entfernten Ursachen der Krankheiten in dem Einflüsse ver-schiedener noch nicht berührter äußerlicher Dinge auf denKörper.
Die Betrachtung der sechs natürlichsten, sehr unvernünftigsogenannten sechs unnatürlichen, Dinge erschöpft die Mengeder äußerlichen Ursachen der. Krankheiten nicht. Einige Bey-spiele werden vielleicht nicht überflüssig seyn.
Unter die unzählbaren Bedürfnisse, welche die Gewohnheitmehr als die Natur dem Menschen nothwendig macht, rechnetman billig die Kleider. Man will seinen Leib überall decken,weil man sehr oft die Decke lieber sieht als das Bedeckte; demungeachtet ist die Begierde, etwas Nackendes vorzuweisen beyden Weibspersonen unbeschreiblich groß, und man würde frey-lich, nach dem Geständniß der liebenswürdigsten Damen, garnicht mehr auf ihre Gesichter sehen, wenn sie sich ganz nackendzeigten. Bey uns tragen die Bauernmädchen die Knie bloß;unter Ludwig dem Vierzehnten entblößten die Damen ihreSchultern; viele entblößen noch jetzt, so weit es sich thun läßt,ihre Arme; in ganz Europa begnügen sich die Damen nicht,ihren Busen durch einen seidenen Nebel merken zu lassen; sie! kramen ihn aus; in dem Königreiche Pegn sind die Weiberl auf eine Art gekleidet, daß sich bey jedem Schritte ihr geheim-ster Theil anbietet. In Absicht auf die Gesundheit ist die Pegua-> nische Mode nicht schlimmer als die Europäische; in Absicht auf! die Sitten sind beyde von gleicher Wirkung.
Die heutige Anferziehung zielt bey den Mädchen hanptsäch-j lich auf die Gestaltung des Busens; auch sitzt sehr oft der
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