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Stoff in ihren Gedärmen; daher entstehen Würmer, Versto-pfungen in den Gekrösdrüsen, Verknüpfungen der noch allzu-zarten Glieder; vielerley Verderbnisse des Blutes und derSäfte, mit allen daher rührenden Uebeln, und besonders ab-zehrenden Fiebern, wunderbare Krankheiten der Haut, in wel-chen sie über und über, wie ich verschiedene Mal gesehen, mitpurpurnen, sehr großen, in die Runde und striemweise gezo-genen Flecken gezeichnet sind, die nacheinander dunkelbau, braunund gelb werden, oft ein scharfes Wasser von sich geben, unddie ich auf keine andere Weise habe heilen können, als durchgelinde abführende Mittel und die Wiederherstellung der Der-dauungskräfte. Daher haben sie die ganze Menge der übrigenKrankheiten der Haut, deren üble Besorgung sie zuweilen blindoder taub macht; krätzige Köpfe, deren von selbst zurücktre-tender Stoff auf der Brust den grausamsten aller Husten, Ver-härtungen in den Lungen, und eine gänzliche Auszehrung ver-ursacht, deren unsinniger Weise zurückgetriebener Stoff zuwei-len unter den heftigsten Convulsionen tobet. Daher haben sieauch um so viel eher die Pocken, obschon diese Ursache nichtallein wirkt, und man sie auch aus vielen andern besondern undallgemeinen Ursachen haben kann.
Die Jünglinge sind zu den heftigsten Krankheiten geneigt,weil sie wegen dem Anfang ihrer Stärke, der daher entstehen-den größern Triebkraft, und daraus folgenden größer» Bewe-gungen des nunmehr auch anwachsenden Blutes und dem ausge-breiteten Kreise der Leidenschaften, alles mit Heftigkeit verrich-ten, und in allem zu weit gehen. Alles wird jetzt in ihnenauf einmal entwickelt; alles drückt und überstürzt mit der glei-chen Schnelligkeit, viele zum Laster, einige zur Tugend. DieKrankheiten der Jünglinge sind darum sehr oft, wie ihre Laster,und auch sogar wie ihre Tugend, unaufhaltsam.
Mit dem männlichen Alter wächst die Stärke, wenn manin der Jugend für seine Gesundheit gesorgt hat. Aber dafürwachen die Wenigsten, und darum fühlt man oft in diesemAlter die Fehler der sorglosen Jugend. Man ist zwar ver-nünftiger, aber eben darum unglücklicher Weise weniger zur