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hin sie will, ruhig abziehen; wo nicht, so mag sie den Folgeneines Sturmes unterliegen." Schon nach einer halben Stundeerklärte Osman Pascha, daß er die ihm angebotene Zeit zurUeberlcgung nützen und dann Bevollmächtigte zur Abschließungeiner ehrenvollen Kapitulation senden wolle. Wirklich erschienenum 3 Uhr Nachmittags die türkischen Unterhändler. Die Kon-ferenzen begannen und am 8. Oktober Mittags war die Kapi-tulation von Belgrad fertig. Am 9. Vormittags besetzten dieOesterreichcr Belgrad, und die türkische Besatzung zog nachNeu-Orsowa ab. Der Sieger fand in dem Platze 351 metal-lene, 10 eiserne Kanonen, 34 metallene Böller und 50 Tschai-kenstücke, dann reiche Vorräthe an Munition, Geräthschaftenund dergl. und 50 Schiffe. — Gerade nach 50 Jahren pflanzteLaudon die österreichischen Fahnen wieder auf Belgrads Mauern.
Zwar war gegen Verhoffcn auf einmal der SeraskierAbdy Pascha bis Csupria vorgerückt, um, wie anzunehmen,Belgrad Luft zu machen; allein eS war zu spät. Dann warein kleines Corps unter General Otto, ja das einzige Frei-korps des Oberstlieutenant Mihaljevich mehr als hinreichend,ihn aus Csupria, aus Jagodina und bis hinter Nissa zurückzu jagen.
Gleichzeitig mit der Einnahme von Belgrad fiel ein Siegzusammen, welchen Feldmarschall-Lieutenant Fürst Hohenlohebei Porczeny und Vaideny in der Wallachei über MustaphaKara Pascha erfocht, wodurch ganz Siebenbürgen, das Banat,sowie die ganze linke Flanke deS k. k. Hauptheeres gedecktwurde.
Sowie Laudon Belgrad erobert hatte, ließ er Semendriaauffordern. Diese Festung ergab sich auch sogleich an GeneralOtto. Am andern Tage, den 12. October, räumten die Türkensogar freiwillig Passarowitz. Neu-Orsowa sollte nun erobertwerden. Kaiser Joseph wünschte dieses sehr. Laudon zogdaher gegen diesen Platz und erschien am 1. November vordessen Mauern. Er ließ sogleich die Belagerungs-Arbeiten be-ginnen.
Jussuf Pascha, Seraskier von Widdin, stand mit 8000Mann bei Kladova und unterhielt Verbindung mit Neu-Orsowa.Wenig Nachgiebigkeit war von der Besatzung des letztem Platzeszu erwarten, so lange sie an der Abtheilung deS Seraökierseine Stütze fand. Laudon beschloß daher, ihn von Kladova zuvertreiben, und durch Behauptung dieses Punctes der Besatzungvon Neu-Orsowa alle Hilfe abzuschneiden. Allein um an-