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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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82
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Fronte angriff. Die Kosacken machten auf die feindliche In-fanterie eine Attaque, die auf das glänzendste gelang; einigeBataillons wurden fast gänzlich von ihnen niedergestochen; un-mittelbar darauf nahmen die österreichischen leichten TruppenOttö die Batterie von 8 Geschützen wieder, welche die fran-zösische Reiterei erobert hatte. Dombrowsky'S Leute geworfen,retteten sich nur mit Mühe über den Tidone, und Ott nahm,sich gegen Sermet wendend, diesen Ort ebenfalls wieder.

Unterdessen wurden Victor und Salm von dem FürstenBagration angegriffen, und um so eher geworfen, als ihrRückzug durch Dombrowsky'S Niederlage und den Verlust vonSermet schon gefährdet war. Wahrend sie ihren Rückzug aus-führten, eilte auch die verbündete Reiterei herbei, die gegenDombrowsky gebraucht worden war, fiel Victor in die linkeFlanke an und machte einen Theil des Fußvolkes, das sich inder Höhe von Castel Bosco in ein Carre formirt hatte, nie-der. Durch diese Erfolge verleitet, die Schwierigkeiten des mitHecken und Gräben durchschnittenen Landes nicht zu beachten,befahl Suwarow, daß vier österreichische Kavallerieregimenterden Feind verfolgen sollten; diese Verfolgung kostetete ihnenviele Leute, ohne den geringsten Erfolg, die Hälfte einer Es-cadron lag oft in den Gräben, während die andere die Pferdean der Hand führen mußte. Unter dem Schuhe des sehr durch-schnittenen Bodens, aber mühsam, entkam Victor mit demrechten Flügel über die Trebbia zurück, doch war Macdonaldim Stande, seine Vorpostenlinie auf dem linken Ufer, zwischenSän Jmento und Grignano, stehen zu lassen, was von demmit Gräben und Mauern sehr durchschnittenen Boden herrührte,,in welchem sich die österreichische Reiterei vergeblich abgemüht hatte.

Suwarows Armee war indessen ganz auf dem Schlacht-felde angelangt. Man war beschäftigt, die Truppen, welchewährend des Marsches und des Gefechtes sehr durcheinandergekommen waren, wieder zu ordnen, und sie erhielten währendder Nacht folgende Aufstellung: Die österreichische DivisionFröhlich bekam den linken Flügel zwischen Sermet und demPo, rechts neben ihr die russische Division Förster, neben dieserdie russische Division Schweikowsky bei Karamel; die öster-reichische Division Ott machte die Vorposten des linken, dieTruppenabtheilung des russischen Generals Bagration die desrechten Flügels, ohne den Tidone zu überschreiten.

Die Stellung der Franzosen reichte vom Po bis Gosso-lenga und hatte eine Ausdehnung von 2 Stunden. Die Divi-sion Watrin befand sich bei Piacenza und hielt die Citadelle