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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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94
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nicht ohne Hauptschlacht geschehen. Joubert brach am 9. Au-gust aus der Bocchetta vor, und traf am 14. mit dem rechtenFlügel bei Sän Bartolomeo, mit der Mitte bei Novi und mitdem linken Flügel bei Pasturana ein. Sein Heer zählte35,000 Mann und war aus den Divisionen Watrin, Lemoine,Laboissiere, Grouchy, Dombrowöky und Kolli, und aus einigenReservebrigaden unter Klausel, Partonneaur, Richepanse rc. zu-sammengesetzt. Joubert hatte noch als Unter-feldherren die Ge-nerale Moreau, Gouvion Saint-Cyr und Perignon bei sich.

Als am II. und 12. August daö französische Heer dieApenninen herunterstieg und seine beiden Flügel getrennt waren,versäumte Suwarow die Gelegenheit, den rechten aufzureiben.Seiner überlegenen Reiterei vertrauend, wollte er den Feindin der Ebene erwarten. Im letzten Augenblicke beschloß ergleichwohl, am 15. Joubert in der sehr guten Position vonNovi anzugreifen, die er ihn hatte gewinnen lassen. SeineArmee hatte am 14. August folgende Stellung: Kray mit denDivisionen Bellegarde und Ott, 18,000 Mann stark, zwischender Straße nach Alessandria und Basoluzzo; der russische Ge-neral Derfelden mit den Divisionen Förster und Schwcikowöky,13,000 Mann stark, bei Pozzolo Formigaro; MelaS mit denösterreichischen Divisionen Fröhlich und I. Lichtcnstein, 1-1,000Mann, bei Rivalta. Der russische General Rosenberg belagertemit 12,700 Mann die Beste von Tortona; 5600 Mann warenals eine Reserve bei Spinctti geblieben, und der österreichischeGeneral Kann stand mit 14,000 Mann bei Turin und an denAusgängen der picmontesischen Alpen. — Die Corps vonMelaS, Kray und Derfelden standen zur Schlacht bereit.

Der Feldzeugmeister Kray sollte den 15. August mit Ta-gesanbruch aufbrechen, um den linken Flügel der Franzosen beiPasturana anzugreifen. Er sollte den feindlichen Flügel um-gehen, um ihm in die linke Flanke und in den Rücken zufallen. — General -Derfelden sollte die Mitte Joubcrts an-greifen. Der Fürst Bagration sollte aber mit der russischenAvantgarde von Pozzolo Formigaro aus an der Stellung vonNovi vorbeigehen, sich gegen den an der Scrivia stehendenrechten Flügel der Franzosen wenden, ihn angreifen und zuflankiren suchen, während Derfelden mit dem übrigen CorpöNovi selbst angriff. Melas sollte als Reserve bleiben, höch-stens durch einzelne in die rechte Flanke abzuschickende Detasche-inents Theil nehmen an dem Angriff, im Ganzen aber bestenAnfang und Fortgang abwarten. Die Manövers beim Angriffezielten also aus ein völliges Umschließen der feindlichen Armee.