Der französische General Gouvion Saint-Cyr stand »ntdem rechten Flügel, den Divisionen Watrin und DombrowSky,an der Scrivia bei Sän Bartolomeo und Serravalle; dieMitte bildeten die Divisionen Laboissiere und Colli, standen inder festen Stellung bei Novi, hatten die Stadt besetzt und denHvhenzug westlich derselben, und General Perignon stand mitdem linken Flügel oder den Divisionen Lemoine und Grvuchy,der Reiter-Reserve unter Richepanse und den Reserve-Infanterie-Brigaden Klausel und Partonneaur bei Pasturana. WasJoubert selbst am 15. August unternehmen wollte, wissenwir nicht.
Kray führte mit der ersten Morgendämmerung seinen An-griff mit Einsicht und mit einer bewundcrungswerthen Ent-schlossenheit aus, wie nur das Gefühl beharrlicher Treue desSieges sie geben kann. Seinen rechten Flügel bildete Belle-garde, seinen linken Ott. Ott nahm eine solche Richtung, daßseine Division an dem linken Flügel des Centrums vorbei aufPasturana marschirt seyn würde, wenn sie nicht auf die fran-zösische Division Lemoine gestoßen, die, wie Jomini sagt, nochin Marschordnung, also vielleicht eben angekommen war. Diesescheint durch den unerwarteten Anfall etwas in Unordnung undzum Weichen gekommen zu seyn, so daß die Oestcrreicher bei-nahe festen Fuß auf den Höhen gefaßt hätten. Die DivisionBcllegarde war rechts neben der von Ott gezogen; sie stieß aufdie Division Grvuchy, die sich in zurückgcbogener Form nebender von Lemoine aufgestellt hatte. Bellegarde begann den An-griff mit dem Regimente Hufs, das an der Spitze stand, undbeide Divisionen geriethen bald in ein lebhaftes Gefecht mit-einander. Mehr um seine rechte Flanke zu decken, als um dielinke feindliche zum umgehen, hatte Kray den General Secken-dorf mit 3 Bataillons und 3 Schwadronen nach Bassoluzzogeschickt, wo dieser General anfangs keinen Feind fand. Sowar asto der westliche Flügel beider Armeen seit 5 Uhr Mor-gens in voller Schlacht. Hinter den beiden französischen Divi-sionen trafen im Laufe des Gefechtes die Reserven unter Riche-panse, Klausel re. ein.
Der General Joubert war im Begriffe, um 5 Uhr Mor-gens in Novi zu Pferde zu steigen, um mit Morcau die Liniezu durchlaufen, als eine Ordonnanz ihn von dem Angriffe aufden linken Flügel benachrichtigte. Beide Generale eilten so-gleich dahin, an der Fronte eines Theils des Centrums vorbei,dem auch die Verbündeten in Schlachtordnung gegenüberstanden,aber noch keine Bewegung machten. Am Platze des Gefechtes