ISA
wobei sich der Wegweiser in dem dichten Schneegestöber ver-irrte, sowie auch die Colonne auf den schmalen und verdorbenenWegen sehr auseinander kam. Unter diesen Umständen erhieltenNichepanse und seine Vorhut Plötzlich in großer Nähe Gewehr-feuer; die Bespannung zweier MunutionSwagen wurde gelobtetund durch diese der Engweg völlig gesperrt. Dieses Feuerkam von den beiden obenerwähnten österreichischen Grcnadier-bataillonö her. Ein weniger entschlossener Mann, als der da-mals erst dreißig Jahr alte General Nichepanse, hätte ver-muthlich bei so überraschendem Angriffe Halt gemacht, recog-nvScirt und sich bemüht, die Verbindung wieder herzustellen;doch Nichepanse zieht an der Spitze der ihm verbleibendenSteitkräfte — 6 Bataillons, 4 Escadrons, 6 Geschütze —weiter und überläßt dem Brigade-General Drouet lErlon) dieSorge, mit der andern Hälfte der Division den Feind zu be-seitigen. Drouet warf auch die beiden österreichischen Grena-dierbataillons und die Husarcnschwadron und zerstreute sie bei-nahe gänzlich. Nichepanse kam mit der Spitze seinier Divisionungefähr um 9 Uhr früh bei Mattenbctt an. Von St. Christophnach Mattenbett beträgt die Entfernung zwar nur eine Stunde;doch die grundlosen Waldungen und daö üble Wetter verur-sachten, daß die Brigade Drouet erst in St. Christoph war,als die Brigade Walther, der die Brigade Sahne folgte, schonMattenbctt erreicht hatte.
So standen die Sachen in dieser Gegend — bei Kreut undBirkach lebendiger, doch nichts entscheidender Kampf; die Gre-nadierbataillons mit der Schwadron von Vecfay bei St.Christoph zerstreut; Nichepanse in langem getrenntem Zugenach Mattenbett; die Division Decaän von Steinhöring inAnzug nach St. Christoph — als die Colonne des GeneralsRiesch bei Albaching anlangte. Sie marschirte in geschlossenenAbtheilungen, die Vorhut — 1 Bataillon, 4 Escadrons, 1 Ca-valleriebatterie — an der Spitze. Sie fand bei ihrer An-näherung den Waldrand bei Albaching von französischen Ti-railleurs besetzt, welche die Vorhut sofort angriff und in denWald drückte, während die Colonne bei Albaching hielt undtheils aufmarschirte, theils Angriffscolonnen bildete. Eine Co-lonne von 4 Compagnien und 1 Schwadron wurde über Kal-teneck nach St Christoph gerichtet. Eine zweite Colonne, von2 Escadrons, 2 Bataillons und 2 Compagnien, ging unterGeneral Giulay durch den Haager Gemeindeforst, auf demWaldwege von Albaching nach Hohenlinden, bis aus den Punctvor, wo ein, von St. Christoph nach Jsen führender Wog diesen
t