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besetzte u. s. f., berührten doch Oesterreich zu tief. Englandhatte übrigens schon den Frieden von Amiens aufgehoben; ehees Malta herausgab, ehe es Handelsvortheile fallen ließ, wollteeS lieber einen neuen Krieg mit Frankreich. Es suchte Ver-bündete; es fand sie bald in Rußland, Schweden rc., auch nach-mals in Oesterreich. In Wien hatte nämlich die Kriegsparteigesiegt; Friedrich v. Gentz hatte dieselbe entflammt; Johannv. Müller in die Posaune deS KampfeS gestoßen. Es hieß,wenn Oesterreich nicht aufgeben wollte, ferner als Großmachtan der Ordnung der politischen Verhältnisse Europa's Theilzu nehmen, müßte eö jetzt gegen Napoleon losschlagen. Sotrat Oesterreich am 9. August 1805 dem bereits zwischen Ruß-land und England geschlossenen Bunde bei.
Die Hofe von Wien, London und St. Petersburg ent-warfen für den kommenden Feldzug einen großartigen, auf dieUeberraschung Napoleons berechneten Plan. Eine imposanteMacht sollte gegen ihn in das Feld geführt werden. Rußlandversprach 180,000 Mann, Oesterreich 300,000 Mann, englische,schwedische, sardinische rc. Truppen sollten die halbe MillionStreiter ergänzen. Eine österreichische Armee, unterstützt vonsardinischen, neapolitanischen, russischen re. HilfStruppen, sollteunter Erzherzog Carls Oberbefehle Italien erobern, von hieraus in die Schweiz eindringen und von da aus Frankreichüberziehen. Eine andere österreichische Armee, commandirt vomErzherzog Ferdinand, unter der eigentlichen Leitung deö GeneralsMack *), und das russische Haupthecr unter Kutosow solltennach Süddeutschland marschiren, die süddeutschen Fürsten zumAnschluß an die Coalition zwingen, dann durch Schwaben nachdem Rhein und in die Schweiz dringen, sich mit der Armeevon Italien verbinden und gemeinschaftlich mit ihr in Frank-reich auftreten. Ein schwedisch-englisch-russisches Heer sollteaus dem deutschen Norden nach Holland eindringen. Der der-gestalt zu erringende Sieg sollte Napoleons Sturz herbeiführen.
Radetzky war aus Ungarn nach Italien abgegangen,um eine Brigade zu übernehmen. Er fand dort eine schöneStreitmacht unter einem großen Helden vereinigt. Allein die-selbe wurde bedeutend im Herbste 1805 vermindert, weil man
2) Mack hatte hauptsächlich den Kriegsplan entworfen. — Ein Mackerschien Gentz und vielen Andern, die sogleich den Krieg wollten, an-genehmer und brauchbarer, als Erzherzog Carl,-- der erst den Kampfbegonnen haben wollte, wenn man ganz gerüstet sey und bis Napoleondurch seine eigenen Unternehmungen sich zu Grunde gerichtet habe,was bald geschehen müßte.