sich des Ortes und griffen mit 2 Regimentern Reiterei um3 Uhr rasch an. Radetzky ließ auf der Fläche von Straß auf-marschiren, und erwartete mit der, im Walde aufgestellten In-fanterie und der aufgefahrenen Cavallerie-Batterie den Feind,welcher von fernerem Vordringen nachließ und zurückging.Abends ließ Radetzky nur die Vortruppen vor Straß undrückte mit dem Gros nach Wels. Kaum war man daselbst be-müht zu fouragircn, als die französische Reiterei die Vortruppenanfiel und solche gegen Wels zurückdrängte. General Radetzkyließ den Oberstlieutenant Graf Hardegg mit 2 Escadrons zurUnterstützung derselben vorrücken, welche mit Muth und Ent-schlossenheit in den dreimal stärkeren Feind eindrangen, den-selben zurückwarfen und ihm dabei mehr als 70 Gefangene ab-nahmen. Als die Franzosen jedoch verstärkt wieder vordrangen,so begnügte sich Radetzky, dieselben bis zur einbrechenden Nachtvon dem Eindringen nach Wels abzuhalten, ließ die Brückedaselbst vernichten, während er selbst mit seinem Gros sich nachMarchtrenk zurückzog, wo er die Weisung erhielt, zur Armeegegen Kleinmünchen abzurücken.
Um 4 Uhr früh, am 3. Mai, brach Hitler mit seinemHeere von Linz auf, um bei Ebersberg die Traun zu über-schreiten. General Bianchi machte die Arrieregarde gegen dievon Efferding kommenden französischen Colonnen. Die Donau-brücke bei Linz wurde abgebrannt. Das Heer Hitlers gingüber die Ebersberger Brücke und lagerte sich hinter dem Ort,um abzukochen, da man an die Möglichkeit eines Kampfesnicht dachte. Ein Theil dieser Truppen lagerte auf dein Schild-berge, ein anderer bei Asten u. s. w. General Vincent er-hielt den Auftrag, mit dem Chevaurlegerö-Regimente Rosenbergund den Infanterie-Regimentern Benjowsky und Spleny dieStraße von Linz, und den Rückzug der verschiedenen Abthei-lungen, die man noch erwartete, zu decken.
Von den erwarteten detaschirten Generalen langte zuerstRadetzky an. Er kam, nachdem er einen verläßigen Uhlanen ab-geschickt hatte, um General Schustekh aufzusuchen und ihn vondem Zuge Hitlers hinter die Traun in Kenntniß zu setzen,ohne auf eine feindliche Streifwache gestoßen zu seyn, am3. Morgens gegen 7 Nhr, bei Kleinmünchen an. Gegen kO Uhrkam General Bianchi von Wilhering an, ohne von Massena'sVorhut stark bedrängt worden zu seyn, und zog sich sogleich überdie Ebersberger Brücke auf das Heer zurück. General Radetzkystellte sich mit dem Uhlanen-Rcgimente Erzherzog Carl und mitzwei Bataillons Gradiscaner am linken Traun-Ufer auf, mit