durch feindliche Kugeln todt oder verwundet zur Erde, als aufseinen Befehl der Sturmmarsch ertönte, das Regiment Mi-trowöky, den tapfern Satins voran, mit gefälltem Bajonneteauf den Feind einstürmte, ihn über die Anhöhe hinabwarf undbis in die Nähe der Brücke verfolgte; nun gelang es auchSiegler bis dahin vorzudringen und sein Feuer auf dieselbe zurichten. Allein die Brücke selbst konnten die Oesterreichs nichtgewinnen, denn die Franzosen warfen schnell eine Verram-melung auf uud vertheidigten sie mit Verzweiflung.
Die Division Claparede war nun durch die glänzendeTapferkeit der Oesterreichs von den Höhen und aus dem Vor«markte verdrängt; allein so lange sie im Besitze des Marktesselbst blieb, war noch nichts entschieden. Dahin warf sie sichund in die um den Marktplatz liegenden Häuser. Sie bestrichmit ihrem Feuer den Marktplatz, so daß ihn die Gegner nichtbehaupten konnten. Cohörn eilte zur Brücke, die er gewonnenhatte, und machte sich hier nicht weniger verdient, indem er dieBataillons, die sich in Unordnung zurückzogen, wieder zumStehen brachte. Paumgarten führte zwei Kanonen, Küffelmehrere Compagnien Freiwilliger auf den Kampfplatz vor; dasdritte Bataillon des Regiments Stuart, eines von Jordis, derRest des dritten Bataillons vom Regimente Lindenau, gehorsamihrem innern Dränge, folgten auf der Ehrenbahn ihrer Waffen-bruder und eilten nach Ebersberg hinein. Der F.-M.-L. De-dovich forderte noch mehrere Truppen auf, dem Beispiele ihrerbraven Waffengenossen zu folgen, und sprengte dann selbst aufdem Vermarkte zum Markte hin; allmälig rückten Abtheilungender Regimenter Klebeck und Stain, Kerpen und Deutschmeisternach, und in einem Halbzirkel um den Markt entzündete sichder wüthende Kampf, in welchem Freiwillige und Veteranenden edelmüthigsten Wetteifer erprobten. Mit Hartnäckigkeit undWuth kämpfte man um das Ennserthor, um in den Markt ein-zudringen, dessen Besitz das Schicksal des Tages entschied. DieFranzosen hatten zwei Kanonen auf den Eingang desselbengerichtet; an jeder Hausthüre, an jedem Fenster, an den Oeff-nungen der Keller lauerten französische Schützen und eine Massestellte sich auf dem Marktplatze selbst auf. Muthig suchtendie Oesterreicher durch das Thor auf den Marktplatz zu dringen,und Claparede forderte bei Massen« Hilfe, die ihm in derThat unentbehrlich geworden war. Schon drangen mehrereösterreichische Abtheilungen in den Markt ein*), und ordnungslos
*) Als I. Zaunmiller, Oberlieutenant vom 8. Bataillon der WienerFreiwilligen Freiwillige hervorforderte, war die Antwort von drei