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räumt hatten, welchen nun die Franzosen sogleich besetzten.Gleichzeitig besetzten zwei Bataillons des 25. leichten französi-schen Regiments daö Schloß, welches die Oesterreicher freiwilligverlassen hatten.
Mittlerweile griff das Feuer in Eberöberg, das von Holz er-baut war, mit Wuth um sich, und 60 Häuser mit der Kirche brann-ten ab. Die Verwundeten starben den jammervollen Tod inden Flammen, und binnen Kurzem war der Markt ein brennen-der Schutthaufen, der mit der Menge halbverbrannter, gerösteterLeichen den gräßlichsten Anblick darbot. Das Feuer drohte auchdie Brücke zu ergreifen, weshalb die Franzosen zwei Joche der-selben aus Vorsicht abtrugen; zugleich aber ließen sie eine Lauf-brücke schlagen.
Der Marschall Massena säumte nicht, sich vorwärts zu denDivisionen Claparede und Legrand zu begeben und mit ihnenaus Ebersberg hervorzubrechen; allein in der Erwartung, einfliehendes Heer vor sich zu sehen, war er nicht wenig erstaunt,die Truppen Hitlers in Schlachtordnung zu finden. Die öster-reichische Infanterie stand, mit einem Rückhalte hinter sich, ineinem Halbzirkel, dessen beide Spitzen beinahe den Kremöbachund die Traun berührten, auf beiden Seiten der Straße, amSaume deö Waldes hielt die Reiterei. Dieser Anblick machtedie Franzosen stehen; ihre Infanterie bildete zwei Vierecke, umsich gegen den Angriff der ihr gegenüber befindlichen Reitereizu schützen. Die Oesterreicher empfingen sie mit Kartätschen-feuer und Muöketenschüsfen; die Franzosen entgegneten, und sostanden beide Theile einander gegenüber, im Begriffe, dasblutige Werk aus neuem Wahlplatze wieder fortzusetzen, alsHitler Nachricht von dem Vorrücken des Marschalls Lannesgegen Steyer und Enns und dem Anmärsche der DivisionenNansouty und Molitor aus dem rechten Traunuser gegen Eberö-berg, mit denen beiden Napoleon auf dem Marsche nach KremS-münster nach Wels und Weißkirchen umgekehrt war, erhielt *).Unter den obwaltenden Umständen glaubte Hitler das Gefechtnicht verlängern zu dürfen. Eö standen ihm noch frische Truppengenug zu Gebot, um dasselbe fortzusetzen und wahrscheinlichsiegreich ausfechten zu können; allein bei der Vorrückung vonLannes und Napoleon selbst, welchem nur durch eine kräftigeOffensive in der Richtung von Wels begegnet, die aber indiesem Augenblicke nicht ausgeführt werden konnte, war die
*) Als Napoleon Nachricht über den hartnäckigen Kamps in Ebersbergdurch einen Eilboten erhielt, sagte er: „lllsWnnn >>rit lo tsrroan i>arlos cornos!"
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