legte sich nieder und litt nicht viel. Dagegen zeigte sich dieWirkung des französischen Angriffes bald nachteilig; in sei-nem Zwecke lag entschiedene Absicht und stärkerer Nachdruck;sein Geschütz war zahlreicher, daher wirksamer. In kurzer Zeitstand Stadt-Enzersdorf in Flammen und die österreichischenBatterien strebten wacker aber fruchtlos gegen die feindlicheNebermacht. Nachdem die Gegend eine Zeit lang durch denBrand der kleinen Stadt erhellt gewesen, verdunkelte sich derHimmel mit schwarzen Gewitterwolken, der Regen strömtenieder, die Flammen minderten sich, das Geschütz feuerte sel-tener und verstummte zuletzt völlig. Ein furchtbares Sturm-gewitter, wie Niemand ein ähnliches erlebt zu haben meinte,wüthete nun über das weite Marchfeld, das von dem Gekrachsdes Donners erbebte, und im Brausen der Regenfluthen unddes Windes so ertoöte, daß daneben auch das Geschütz hätteverhallen müssen. Napoleon mußte diese Sturmnacht äußerstbegünstigen. Er hatte, wie bemerkt, die neben der Lobaustromabwärts auf dem linken User über Mühlleiten und Wittausich erstreckende Fläche zum ersten Antritt seines Uebergangeöersehen, wo seine Truppen ungehindert Fuß fassen und imAngesichte des Brandes von Stadt-Enzersdorf sich rechtshinungehindert entwickeln konnten. Diese Richtung hatte manösterreichischerseits am wenigsten möglich erachtet; sie war kühnund gefahrvoll, besonders wenn das Corps von Rosenberg beiWittau stehen blieb, oder sogleich wieder dorthin vorrückte;allein Napoleon rechnete darauf, den bedenklichen Augenblickschon überstanden zu haben, bevor der Gegner ihn benutzenkönnte.
Schon um lO Uhr Abends ließ der General Oudinot1500 Voltigeurs unter Anführung des Generals Conrvurübersetzen; sie wurden von dem Marine-Offizier, Oberst Baste,mit 10 Kanonierschaluppen begleitet, deren Feuer die Landungbeschützte. Die österreichischen Vorposten zogen sich aus denSchanzen, welche hier aufgeworfen und mit einigen Feldstückenbeseht waren, ohne Verlust zurück, und Conrour konnte sich vorMühllaiten auf der Schusterwiese und dem Hanselgrunde festsetzen.Gleichzeitig war der Oberst Sainte-Croir, Adjutant des Mar-schalls Massen«, mit 2500 Mann von der Division Boudetübergeschifft und weiter abwärts bei Schönau gelandet. Hieraufwurden in der größten Eile, unter den Augen Napoleons, derdie ganze Nacht zu Fuße oder zu Pferd blieb, 6 Brücken,darunter eine aus einem Stück, mit ungemeiner Schnelligkeit,die letztere in 8 Minuten geschlagen. Im raschen Lause zog
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