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Verlust in diesem Kampfe groß gewesen; die Oesterrcicher, alszuletzt im Vortheile, machten viele Gefangene, unter ihnen vieleOberoffizicre. — Der Erzherzog Generalissimus verlieh auf derStelle, nach der ihm zustehenden Befugniß, mehrere Belohnungenfür tapfere Thaten, unter andern dem Regimente Erbach daSVorrecht, den Grenadiermarsch zu schlagen.
Es trat schon die nächtliche Dunkelheit ein, als diese An-griffe ganz vereitelt waren. Da rückte noch Bernadotte, dersich verspätet hatte, mit seinen sächsischen Divisionen zum Sturmvon Wagram heran. Dieser Angriff sollte eine zweite Schlachtvermeiden. Oberst Oberdorf schlug mit heldenmüthiger Tapfer-keit mehrere Angriffe zurück, bis er selbst verwundet wurde.Die Sachsen erzwängen endlich den Haupteingang und brei-teten sich im Dorfe aus; allein da geschah es, daß die letzteAbtheilung Sachsen, unwissend, daß Wagram genommen sey,es von Neuem stürmte, und daß, durch des Schicksals Tücke,Sachsen mit Sachsen in blutigen Kampf geriethen. Indembrach das dritte Bataillon vom österreichischen Regimente Reuß-Plauen links, und das bei der Mühle aufgestellte des Regi-ments MitrowSky von der andern Seite auf die Sachsen ein;die letzteren wurden dadurch gegen den Haupteingang gedrängt,durch das Kreuzfeuer dieser Truppen in Verwirrung gebrachtund räumten das Dorf mit einem großen Verluste. DieSachsen zogen sich nach Aderkla zurück, verließen jedoch diesenOrt nach einigen Stunden wieder und gingen nach Raschdorf,weil ihr vorsichtiger Feldherr sie blosgestellt glaubte. Wagramwurde während des Kampfes in Flammen gesetzt und es bliebnur ein Haus stehen, welches der Erzherzog bezog, als dasGefecht beendigt war.
Während der fruchtlosen heftigen feindlichen Angriffe gegendas österreichische Centrum, stand das Corps von Rosenbergunangefochten bei Markgrafen-Neustedel, bis der Abend einge-brochen war. Es war bereits dunkel, als eine starke Colonnevon dem Corps von Davoust von Großhosen gegen Markgrafen-Neusiedel vordrang, während eine zweite bei Glinzendorf überden Rußbach ging und sich auf den linken Flügel Rosenbergszwischen Ober-Siebcnbrunn und Markgrafen-Neustedel warf.Davoust hatte den Angriffsbefehl am spätesten erhalten undhatte eine große Strecke Weges zurückzulegen, bis er die Stel-lung Rosenbergs anfallen konnte. Er ließ 40 Kanonen gegendieselbe auffahren und spielen. Die Divisionen Morand undFriant griffen auf dem linken Ufer des Rußbaches das aufdieser Seite offene Markgrafen-Neustedel an, während es auch