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gewachsen wäre. Mit seinen beiden Söhnen, den Herzogen vonSavoyen und Genua, reiste er zum Heere ab, das am Tessiugesammelt worden war, und überschritt mit demselben am 25.März den Fluß. Sein Heer war in zwei Armeecorpö, unterden Generalen de Sonnaz und Bava, und in eine Reservedivision,unter dem Herzog von Savoyen, abgetheilt. Doch war es an-fangs nicht vollständig, es folgten aber bald die Ergänzungs-truppen. Unter Jubel, Festlichkeiten, rc. zog Carl Albert — dasSchwert Italiens — in der Lombardei ein. In 2 Colonnen,die eine über Brescia, die andere über Cremona, folgte seineArmee der österreichischen in einiger Entfernung nach. Ein har-tes Aufdrangen konnte und durfte schon darum nicht stattfinden,weil ein Theil der Regimenter, wie schon gesagt, noch im Nach-rücken begriffen war, und weil man nicht wissen konnte, ob derFeind nicht plötzlich umkehrte, um sich der lästig Aufdringendenzu erwehren.
F.-M. Radetzky hatte sein erstes Armeecorpö am Minciostehen lassen, um den Vortheil einer ausgedehnteren Verpflegung,deren er für die dringlich nothwendig gewordene Verproviantirnngder Festungen gar sehr bedurfte, zu benutzen, und um seine Ver-bindung mit den österreichisch-deutschen Staaten auf der einzigfrei gebliebenen Linie, der von Welschtirol, fest zu bewahren.Denn auch in Trieut und in einigen andern Puncten SüdtirolSgaben sich Sympathien für die revolutionäre Sache in Italienund für eine Vereinigung mit der Lombardei kund. In Tirolbefand sich damals F.-M.-L. Weiden mit dem ersten BataillonKaiser-Jäger (Tiroler), mit 2 Bataillons Großherzog von BadeN,Nr. 59 (Oberösterreicher), unter Oberst Alemanu, 2 BataillonsSchwarzenberg, Nr. 19 (Ungarn), unter Oberst Melczer, 2 Ba-taillons Victor d'Este, Nr. 26 (Italiener), unter Oberst Matiß,4 Escadrons Lichtenstein-Chevaurlegers, Nr. 5 (Böhmen), unterOberst Cavriani, und mit den Generalmajors Graf LichuowSkyund Eliatscheck. Diese Streitkräfte waren nicht hinreichend; dennein Theil derselben mußte die Schweizer Gränzen beobachten,weil Carl Albert die Schweiz zu einem Bündniß mit ihm einge-laden hatte und man den Ausgang dieses Geschäftes abwartenmußte, und ein Theil — die Italiener — war nicht zuverlässig,sondern vielmehr von einem bösen Geiste angesteckt. In dieserLage schickte nun F.-M. Radetzky den Obersten Zobel von Kaiser-Jäger mit einer Expedition nach Wälschtirol ab, um Gesetz undSicherheit dort wieder herzustellen, wo sie bedroht oder gefährdetwaren. Zobel erfüllte seine Sendung. Er besetzte Trient, ent-waffnete dort die Bürgerschaft, nahm die vornehmsten Häupter