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^ die Zugänge von Sorio verrammelt und verlegt, in Orte Barricaden
i errichtet, rc. Der Anführer dieser Leute, welche einige Ka-
^ nonen bei sich hatten, und ein paar tausend Kopse zählten, war
l ein ehemaliger Militär, Oberst Sän Fermo. Fürst Lichtenstein
schickte den Oberstlieutenant Martini mit einigen Compagnien? vom Regimente Haugwitz auf der Heerstraße nach Montebello,
l und ging selbst mit dem Reste seiner Colonne aus Sorio los.
Während Martini dießseits Montebello die Brücke über denChiampo erstürmte und 2 Schiffskanonen nahm, nahm Lichten-stein Sorio mit Sturm, wobei ohngefähr 50 der Vertheidigerauf dem Platze blieben, andere 30 — 40 gefangen und ebenfalls2 Geschütze erobert wurden. Die Insurgenten flohen sogleichnach Vicenza. Die Schuld ihrer Schlappe warfen sie auf ihrengreisen Anführer, und ernannten an seiner Stelle den ProfessorBucchia, der das Geschütz geleitet hatte. Da in Sorio und inMontebello aus den Häusern auf die Oesterreicher gefeuert wor-den, so wurde über diese Ortschaften die, in solchen Fällen un-vermeidliche Strafe herbeigerufen. Ani 9. rückte die Brigade in> Verona wieder ein.
Als die österreichische Armee die Minciolinie verließ, dran-gen die improvistrten Generale und Obersten der heranziehendenFreischaaren — die vom Feinde noch nichts getroffen halten undderen bisheriger Marsch in der Lombardei nur einem Triumph-zuge geglichen hatte — in den König Carl Albert, daß er demFeldmarschall auf dem Fuße nachfolgen und ihn zur Schlacht zwingenmöchte, indem man zn gleicher Zeit sich längs des Gardasees aufder Oesterreicher rechte Flanke werfen und ihren Rückzug nachTirol abschneiden werde. Carl Albert hatte inzwischen seinenFeldzugsplan gemacht, von dem er sich nicht abbringen ließ; übri-gens ließ er durch den Chef seines Generalstaabes, den General-lieutenant Salaöco, den Freischaaren eröffnen, daß ihre Demon-stration über Bardolino von bester Wirkung seyn dürfte.
Dem gemäß wurde am 10. April eine Abtheilung von 300Mann der mailändischen Legion Manara vom Salo am Garda-see nach Bardolino übergeschifft. Von da über Lazise vorgehend,überraschte sie einen österreichischen Posten von 72 Mann bei derkaum anderthalb Stunden von letzterem Orte entfernten Pulver-mühle, welche ungefähr von Cavalcaselle und Castelnuovo in glei-cher Entfernung liegt. Der österreichische Posten, der, mit Aus-nahme von 16 Croaten, aus Italienern vom Regimente ErzherzogAlbrecht bestand, ergab sich nach kurzem Widerstände, und daletztere sofort übertraten, liegt die Vermuthung nicht ferne, sie
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