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schon am 28. April durch den piemontesischen General Bes mit einemTheile der Brigade Piemont angegriffen. Dieses war ein ver-einzelter Angriff, welche durch die tapfern Croaten und Tirolerabgeschlagen wurde, und welcher, ohne rasches Nachrücken vonVerstärkungen, für die Piemontesen sehr schlimm ausfallen konnte.Auf die Meldung dieses Angriffes, ferner auf die Nachricht, daßder Gegner sich stark bei Castelnnovo zeige und sich der Schiffeauf dem Gardasee bemächtigt habe, fand sich Radetzky bewogen,auch noch die Brigade Erzherzog Sigiömund am linken Etschuferüber Ponton zur Unterstützung der Brigade Wohlgemut!) zuschicken, während er die Brigade Tariö nach Bussolengo vorschob,um bei einem neuen Angriffe des Feindes dessen rechte Flankezu bedrohen.
Am 29. April näherte sich die piemvntesische Division desGenerallieutenants Broglia um 10 Uhr Vormittags, von SantaGiustina her, der Stellung von Pastrengo. Ihr erster Angriffward abgeschlagen; die Brigade Wohlgemnth ging selbst zumAngriff über, und drang über Santa Ginstina vor. Ein heftigerKampf entspann sich um den Besitz der Höhe von Rvmaldolo,welche der dominirende Punkt des Labyrinths von Hügeln indiesem durchschnittenen Terrain ist; allein auf Seite der Piemon-tesen machte sich der Vortheil der Uebermacht endlich geltend,und die Oesterreicher mußten sich nach ihrer ersten Stellungzurückziehen. Gegen Pastrengo selbst vermochten die Piemontesennichts auszurichten, weil sie der bei Bussolengo postirten öster-reichischen Brigade TariS beim Vorrücken die Flanke boten.
Am 30. April neuer Angriff auf Pastrengo; F.-M.-L. Wocher,welcher den Befehl über die Brigaden Wohlgemut!) und ErzherzogSigismuud führte, hielt seine Truppen in der Stellung zusammen.Der piemontesische Corpsbefehlshaber, General de Sonuaz, wel-chem der Köuig Carl Albert die Leitung des neuen Angriffesübertragen hatte, und welchem hiezu schon die Divisionen Brogliaund Herzog von Savoyen zu Gebote standen, setzte auch noch denlinken Flügel unter Generallientenant Federtet zur Umgehung desDorfes Pastrengo in Bewegung. Der Frontalangriff begannschon um 8—9 Uhr Morgens. Generallieutenant Graf Brogliarückte mit der Brigade Savoyen, dem 16. Regimente von derBrigade Savonna und dem tausend Mann starken Freicorps vonParma von Santa Giustina heran; allein die Oesterreicher hieltenso fest und ihr Geschütz war so trefflich placirt, daß der Angriffder Piemontesen mißlang und sie nun das Herankommen ihreslinken Flügels abwarteten. Dieses erfolgte um 11 Uhr und so-gleich begann das Geplänkel zwischen den Bersaglieri und den