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der k. k. Major Martinitz mit 3 Compagnien Rukavina und 2Compagnien Kaiserjäger, nebst 2 Geschützen und einigen Reiternaus Mantua einen Ausfall nach Castellaro, erstürmte die dortangelegte Barricade, und schoß einige von den Feinden besetzteHäuser in Brand, worauf sich jene auf Feldwegen nach Gover-nolo flüchteten. Am 24. wollte der Gouverneur von Mantuaauch Governolo wegnehmen, und schickte zu dem Behufe 2 Com-pagnien Kaiserjäger, 7 Compagnien Franz d'Este, '/z EscadronUhlanen und 8 Geschütze unter Oberst Castelliz ab. Allein dasUnternehmen gelang nicht. Wohl hatten die braven Oesterreicherden Feind hinter einander von 4 Barrikaden vertrieben; alleinin Governolo hatten sich 12—1300 Mann modenesisches Linien-militär und Freiwillige eingenistet, 3 Geschütze bestrichen den ein-zigen Zugang über den Damm, während die österreichische Batterienirgends Platz znm Auffahren fand, als auf dem Damme selbst.Nach 2 fruchtlosen Sturmangriffen und nach nur zweistündigerKanonade zogen sich die Oesterreicher wieder nach Mantua hinein.Uebrigens konnten die Oesterreicher nicht verhindert werden, aufder westlichen und südlichen Seite von Mantua auszufallen, unddie nahgelegenen Ortschaften ausznfouragircn.
Nach dem Uebergange auf das linke Ufer der Etsch nahmdie k. k. Division des F.-M.-L. Wocher eine Stellung zwischenPonton und Pescantia, während der F.-M.-L. Weiden mit demtyroler Corps auf der Straße von Nivoli znr Verstärkung heran-rücken mußte. Am 2. Mai nahm Weiden Stellung bei Volargne,Rivoli und Brentio, sich des Etschüberganges bei Peri versichernd,der ihm die Möglichkeit bot, im Falle eines von den Piemontesenversuchten Flußübcrganges bei Arce auf beiden Ufern der Etschin deren linke Flanke agiren zu können. Die Armee Carl Albertsstand inzwischen mit dem linken Flügel bei Cavajon, in der Fronteden Gießbach Tasso, und verbreitete sich über Pastrengo undSona bis Sommacampagna.
Die piemontesische Armee konnte sich nun theils auf demersehnten Plateau von Rivoli ausdehnen, theils sich nach Beliebenin dem Terrain zwischen den beiden Flüssen niederlassen, und aneine vollkommene Belagerung von Peschiera denken. Der geradeWeg von Verona dahin, der nächste für einen Entsatz, welchenRadetzky etwa unternehmen könnte, führte über das der Verthei-digung sehr günstige Terrain von Sona und St. Ginstina, durchdie Kunst leicht so zu verstärken, daß der Gegner es nicht leichtwagen würde, die deckende Armee da anzugreifen. Sey es aber,daß man es doch für bedenklich hielt, Radetzky so nahe zu haben,oder daß man gedrängt wurde, etwas Entscheidendes zu unter-