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vernachläßigten Befestigung seines HauptmanöverirpuncteS Verona;und 2) die Errichtung einer Flotille auf dem Gardasce, nachdemdurch die Fahrläßigkeit der Autoritäten die 2 Dampfschiffe aufdemselben, der Benaco und Ranieri, in des Feindes Hände ge-fallen waren und, von ihm mit Geschütz ausgestattet, nun denganzen See beherrschten.
Radetzky ließ auf dem Rideau vorwärts Verona, auf welchemam 6. Mai so tapfer gekämpst worden war, die Orte Tombetta,S. Lucia, S. Massimo und Croce Bianca mit Batterien undCreneaur (Schießscharten) in den Mauern noch kräftiger befesti-gen; rückwärts derselben aber am Rande des Rideaus fünfgroßartige Redouten und zwei kleinere Zwischenredouten im stärkstenProfil erbauen, welche sich in einem Halbkreise von der Etsch umdie andere Front der Festung zogen, selbe mit Geschütz armiren,und befahl zugleich, wenn es die Zeit später erlauben würde, selbedann noch mit einem gemauerten Blockhaus und einer freistehen-den creneillirten Mauer zu verstärken. Radetzky ließ diese Re-douten und Batterien, zur Aufmunterung der Armee, nach bravenFührern derselben am 6. Mai benennen. Die Werke hießen dahernach der Reihenfolge vom linken zum rechten Flügel: Redouten:Clam, Wratislaw, Schwarzenberg, d'Aspre, Batterien: Strassoldo,Kopal, Redouten: Liechtenstein und Wallmoden. Die Generaleaber baten den Feldmarschall, der Redoute, die im Centrumdes Rideaus, bei S. Massimo lag, seinen hochverehrten Namengeben zu dürfen.
Was die Flotille auf dem Gardasee betraf, so beorderteRadetzky den Hauptmann Molinari des Generalquartiermeister-stabes, selbe mit allen ihm in Riva vielleicht noch zu Gebotestehenden Mitteln zu bewerkstelligen. Es gelang auch diesemthätigen und erfinderischen Osficier, in Riva, Torbole und Ponaleeinige zu diesem Zwecke geeignete Schiffe aufzubringen; dieselbenbestanden für das Erste blos aus 4 größeren und etwa einemDutzend kleinerer Fahrzeuge und konnten einstweilen blosmit 4 Zwölfpfündern, 4 Sechspfündern (aus der Franzens-feste herbeigebracht) und 6 Raketgeschützen ausgerüstet wer-ben. Das schlechte Segelwerk der Flotte und der Mangelgeübter Mannschaft war hauptsächlich Ursache, daß dieFlotille nicht sogleich für größere Offensivbewegungen verwendetwerden konnte. Dagegen leistete sie, nebst 2 siebenpsündigenHaubitzen einer Fußbatterie, welche längst dem Ufer ausgestelltwurde, vorzügliche Dienste zur Behauptung der drei obengenann-ten Hafenplätze, indem sie das Debouchiren des Feindes in das