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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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413
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und die Brigaden Schulzig und Edmund Schwarzenberg, mitdem Heergepäcke, unter F.-M.-L. Schaafgotsche, bei Sustganazu belassen. Am 7. war Nugent in Belluno, General Culoz zog inFeltre ein, welches die Feinde räumten. Detaschirungen derOesterreich» gen Longaro, Primolauo, rc. führten einige ehren-werthe Gefechte herbei. Ein Piket von 23 Grenzern des erstenBanalregiments, welche über Arsce streiften, dann aber von mehrals 300 Insurgenten eingeschlossen wurden, vertheidigten sich auseinem Hause so lange, bis es in Brand gerieth, dann aber öffne-ten sie sich nebst ihrem braven Führer, Oberlieuteuant Magdeburg,mit der blanken Waffe in der Hand den Weg durch die Feindeauf ihr Bataillon zurück.

Nugent schickte am 8. Mai in beiden Richtungen nach Trevisound Bassano starke Avantgarden vor, um zu sehen, nach welcherSeite es am leichtesten seyn würde, durchzudringen.— Durandohielt die Bereinigung Nugents mit Radetzky für das Hauptobject,welches ersterer General zu erreichen habe und hatte sich deßhalbbei Bassano aufgestellt, doch gleich mit der Absicht, wenn derFeind dennoch den Weg in die Ebene von Treviso einschlage,also sich auf Ferrari werfe, diesem über Creöpauo, entweder gegenCvrnuda oder Montebelluno, zu Hilfe zu eilen. Auf Primolanosendete er, sobald er in Bassano eingetroffen war, ein Bataillonab. Die österreichische Coloune, die gegen Treviso vorgestoßenwar, vertrieb schon am Abende eine Schaar Freiwilliger aus ihrerStellung bei Onigo am rechten Ufer des Baches Curogna, undrückte auf Cornuda, wo sich bereits Ferrari mit der zweiten römi-schen Legion und Scharfschützen eingefunden hatte und die Ver-folgung hemmte. Ferrari meldete diesen Angriff an Durando,und schloß seinen Brief mit den Worten: „Sehen Sie nun zu,General, was Sie thun können, da ich angegriffen bin; ich habenicht nöthig, es Ihnen zu sagen." Durando hätte gern desGegners Absichten sich erst mehr entwickeln lassen; er durfte umso weniger einen rafchen Entschluß fassen, als er von allen Sei-ten die Nachricht, der Feind, welcher sich dem General Ferrarigegenüber gezeigt, sey höchstens 2000 Mann stark, er also immernoch fürchten mußte, der wahre Angriff Nugents werde sich gegenihn richten, und es also jeden Augenblick nöthig werden konnte,seinem Posten in Primolano mit ganzer Kraft zu Hilfe zu eilen.Dennoch setzte er sich den 9. Mai Morgens gegen 9 Uhr inMarsch nach Crespano, einem Straßenknoten, von dem aus ersich sowohl über Passagno nach Prederoba in den Rücken desFeindes, der bei Eornuda focht, als auch nach Montebelluno hinbewegen konnte. Nach allen Seiten hin wurde ausgekundschaftet,