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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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um von der Lage der Dinge genaue Nachrichten zu erhalten.Ein Officier von Ferrari erschien mit der Nachricht, das Gefechthabe am 9. von Neuem bei Cornuda begonnen. Durando ließerwidern, er werde bald erscheinen, und setzte seinen Marsch überPassagno fort; die Vorhut erreichte Pederoba. Auf diesem Wegetrafen alle Nachrichten darin überein, daß nur eine unbedeutendeColonne gen Cornuda heruntergekommen, ohne Erfolg gefochten,und daß das Feuer gen Mittag aufgehört habe; dagegen,daß der Posten zu Primvlano von einer starken Abtheilung be-droht sey. Nach diesen Nachrichten schien für Ferrari gar nichts,für jenen Posten aber übles zu befürchten zu seyn, zumal, da Ferrari,wenn er auch durch Nngent mit der Hauptkraft angegriffen sey,mit den Truppen, die noch an der unteren Piave standen, imStande war, den Oesterreichern eine Uebermacht entgegenzustellen.So stand Durando nicht an, sich sofort nach Bassano zurückzu-wenden. Dort aber traf er bald den Officier, welcher das Ba-taillon nach Primolnno geführt hatte und welcher meldete, daß derFeind gegen Mittag, nachdem 2 Reiter bei ihm in höchster Eileeingetroffen, plötzlich umgekehrt und nach Feltre znrückmarschirt sey.Ucberzeugt, daß man nun dennoch an die untere Piave vordringenwolle, meldete Durando Ferrari sofort, was er in Erfahrunggebracht, versprach am 10. Mai bei Montebelluno einzutreffen unddann mit ihm gemeinschaftlich die Offensive wieder zu ergreifen.

Daö Gefecht bei Cornuda am 8. Mai hatte dem F.-Z.-M.Nugent bald die Ueberzeugung verschafft, daß auf dem Wege dasDurchdringen nicht schwer seyn werde. So gab er am 9. denBefehl, den Angriff dort zu erneuern, dagegen den gegen Pri-molano nicht stattfinden zu lassen, und schlug mit seiner Haupt-colonne selbst den Weg von Feltre nach Cornuda ein EineEscadron römischer Dragoner stürzte der österreichischen Vorhutentgegen, geriet!) aber durch eine in ihrer Mitte platzende Rakete inUnordnung. Das Gefecht wurde lebhaft. General Cnloz focht inder Fronte. Die Brigade Felir Dchwarzenberg bewegte sich gegenFerrari'S rechte Flanke. Ferrari trat Nachmittags 4 Uhr den Rückzugnach Montebelluno und Nachts »ach Treviso an. Am 10. Mittagsging Nugent schon durch Montebelluno und war Abends beiFalze. Von zwei Seiten näherten sich die österreichischen Colonnender Stadt Treviso. Die k. k. Division Schaafgotsche hatte daörömische Geschütz bei Ponte della Prinla znm Schweigen ge-bracht, eine Brücke über die Piave geschlagen, und ging am 10.über den Fluß und bis Spresiano und Visnadello vor. In derHoffnung, die anrückenden Oesterreicher noch vereinzelt schlagenzu können, fiel Ferrari am 11. Mai mit 3 Bataillons, 1 Escadron