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Begebenheiten auf diesem Theile des Kriegstheaters eingetreten.Schon auf dem Rückzüge Ferrari's von Montebelluno nach Trevisohatten 2000 Freiwillige ihre Fahnen verlassen; bei dem Abmärschedieses Generals auf Mestre lief wieder ein Theil der Leute aus-einander, und als die Erklärung des Pabstes eintraf, daß er denKrieg nicht wolle, den blos ein Ministerium Aldobrandini, Ra-colini, Recchi und Minghetti ausgesprochen habe, löste sich dasCorps Ferrari's bald fast ganz auf. Civica und Freiwillige kehr-ten größtentheils nach Hause zurück und Durando blieb fast alleinmit den Schweizerregimentern und einigen römischen Truppen, be-sonders Reiterei, auf dem Schauplatze zurück. Letzterer Generalwar fest entschlossen, in seiner Stellung zu bleiben und sich nichtvom Feinde weglocken zu lassen; allein die Stadt Treviso, welchesich jeden Tag einem Sturm ausgesetzt glaubte, bat inständig umUnterstützung, und gab vor, der Feind sey dort leicht zu schlagen.Nichts wurde gespart, Durando zu bewegen, weder Verdächti-gungen, noch Beschimpfungen und Geschrei jeder Art, selbst dieRegierung von Venedig luv die Verantwortung über den etwaigenVerlust von Treviso auf sein Haupt. Zuletzt aber schien es demGeneral selbst möglich, daß der Feind, von seinem Hauptzweckdurch die feste Stellung, welche er innehielt, weggedrängt, dieLage wenigstens dazu würde benutzen wollen, eine gerade Ver-bindung zwischen Udine und der untern Etsch herstellen und dazuTreviso als Stützpunkt in Besitz zu nehmen. Dieser Gedankebewog ihn, sich am 16. Mai Mvgliano zu nähern, um Trevisoschnell unterstützen zu können. Von da wollte er über Miranound Mestre den untern Silefluß erreichen, bei Quinto hinüber-gehen und den Feind angreifen, wenn auch nur als eine Art ge-waltsamer Recognoscirung, da er wohl überzeugt war, ihn nichtschlagen zu können. Es zeigte sich aber bald, daß Durando sichbei seinen ersten Ansichten nicht getäuscht hatte.
Kaum hatte der österreichische Corpscommandant die Bewe-gungen Durando's bemerkt, als er, mit Ausnahme von 6 Com-pagnien Croaten, mit welchen Oberst Stillsried das Belluno'schebesetzt hielt, 19,000 Mann stark, Plötzlich aus seinem Lager vonVisnadello aufbrach und in einem Gewaltmärsche Fontaniva ander Brenta erreichte, den Punct, an welchem Durando ihn festenFußes erwarten wollte, der nun so ohne Schwierigkeit in dieHände der Oesterreicher fiel. F.-M.-L. Graf Thurn befehligtenun das Reservecorps. Eine schwere Erkrankung hatte denF.-Z-M. Nugent genöthigt, die Armee zu verlassen. — DaßThurn nun aus dem kürzesten Wege sein Ziel, Verona, würde er-reichen können, war nicht schwer zu errathen. Es konnte also