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nur noch darauf ankommen, ihn von diesem abzudrängen. Durandoführte sein Corps nach Mestre zurück, von da auf der Eisenbahnbis Padua und von da bis Vicenza, so daß die Avantgarde am20. Mai noch vor den Oesterreichern daselbst ankam. Vicenzawar verbarricadirt, und von der Civica der Stadt, einigem CorpsKreuzfahrer aus Venedig und andern Städten ic. besetzt. Es war3 Uhr Nachmittags, als General Fürst Felir Schwarzenberg mitder Avantgarde vor Vicenza anlangte, Raketengeschütze undHaubitzen auffahren, die Beschießung beginnen ließ und diePlänkler vorschob. Hier geschah, daß Graf Friedrich Zichy,Osficier bei Erzherzog Carl Uhlanen, vom Pferde sprang, einGewehr ergriff und an der Spitze der Croaten, jede Deckung ver-schmähend, auf freier Straße avancirte, bis er, von einer Kugelin den Kopf getroffen, zur Erde sank. Die Bedeutung dieserAufopferung eines Zichy ist in der Armee verstanden worden! —Man mußte sich bald überzeugen, daß die Einnahme von Vicenzaeinen förmlichen Aufmarsch, wo nicht des ganzen Reservecorps,doch eines bedeutenden Theils desselben erfordern würde, und daßdie Ankunft Durando's ein ernsteres Gefecht herbeiführen könnte.F.-M.-L. Thnrn ließ daher die Stadt nördlich in einem Bogenauf Querwegen umgehen (über Birone, Creazzo), wo die Kolonnenerst bei Olmo die große Straße von Verona wieder erreichten.Diese Bewegung mußte ein Bombardement der Stadt und dieScheinangriffe der leichten Truppen maskiren. Am folgendenTage traf auf der Eisenbahn General Antonini mit tausend Mannaus Venedig zur Unterstützung in Vicenza ein, gen 11 Uhr Mit-tags erschien auch Durando. Die Italiener entdeckten einen großenWagenzug mit Vorräthen aller Art, wie auch einen Transportvon 200 Ochsen, welche unter Deckung der österreichischen Nach-hut in der Gegend von Olmo in die Heerstraße von Verona ein-lenkten. Sogleich eilte Antonini mit seinen Freiwilligen demSchweife des österreichischen Zuges zum Angriffe nach, auchDurando schickte die Voltigeurs-Compagnien seiner Schweizerregi-menter dazu ab. Allein der General Culoz, welcher die öster-reichische Nachhut befehligte, hatte seine Maßregeln so gut ge-troffen, daß Antonini's Truppe durch das Kartätschenfeuer einigermaskirter Geschütze zersprengt wurde, wobei Antonini selbst einenArm verlor, und auch Durando zog seine Mannschaft wieder nachVicenza zurück. Ungehindert setzte F.-M.-L. Thurn seinen Marschfort, und noch am 21. Mai war durch seine Ankunft zu SänBonifacio die längst ersehnte Verbindung mit Radetzky's Heereeröffnet.
In Sau Bonifacio empfing Thurn den Befehl des F.-M.
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