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Mitten unter diesen Vorbereitungen hieß es plötzlich nachdem Treffen bei Goito, F.-M. Radetzky stehe mit 24,000 Mannbei Montagnana; es war am 6. Juni. Nach den Gerüchten,daß er auch bei Sanguinetto geschlagen worden, schien diese Be-wegung sehr füglich die Folge einer solchen Niederlage seyn zukönnen; sie konnte aber auch die Absicht haben, sich einem Ueber-gange Carl Alberts über die Etsch entgegen zu werfen. Für dieerste dieser Annahmen sprachen alle Nachrichten und die Zahldes feindlichen Heeres; nach der andern konnte der andere Theilder Armee entweder dem Feldmarschall auf dem Fuße folgen, oderer war zurück geblieben, den König in Schach zu halten, währender nach der Brenta zöge, um dort dem F.-M.-L. Weiden dieHand zu bieten, und, durch ihn verstärkt, an die Etsch zurück zukehren. Keine dieser Voraussetzungen schien es zu rechtfertigen,Vicenza zu verlassen, weil 24,000 Feinde bei Montagnana stän-den; sonst hätte man es schon längst thun müssen, weil die feind-liche Hauptarmee bei Verona stand, was nicht weiter von Vicenzaentfernt ist als Montagnana. Vicenza hatte am 23. und 24. Maiden Stoß von 18,000 Mann und 40 Geschützen mit schlechter»Verschanzungen und geringerer Garnison ausgehalten, und konntealso die 6000 Mann mehr jetzt nicht fürchten.
So erschien der Feind am 9. Juni mit dem Tage bei Mvute-gabella, ging über den Bacchiglione, durchschnitt die Straße,die nach Padua führt; — eine andere Colonne näherte sich vonLongara her dem Monte Berico, — eine dritte kam auf derStraße von Verona angezogen. Die Absicht des Feindes wurdedem General Durando nun erst ganz klar, und die nöthigenVorkehrungen für den bevorstehenden Kampf wurden getroffen.
Durando hatte, außer drei päbstlichen Linienbatailloneu, zweiSchweizerregimentern, den päbstlichen Dragonern und Carabiniers,einer römischen und einer schweizer Batterie, römische Legionen,Freiwillige von Faenza, Vicenza, Bologna, Ferrara, rc., Civicasvom untern Reno, Bologna, Vicenza, rc., das Bataillon der römi-schen Universität, dann Sapeurs, rc. unter seinen Fahnen. AusVenedig waren 22 Geschütze, jedes mit 200 Schüssen ausgestattet,hergesendet worden. Die Stärke des Corps von Durando mag15,000 Mann betragen haben.
Zwei Bataillone Schweizer und die Freiwilligen von Vicenza,welche die Monti Berici besetzt hielten, wurden von Durandodurch die 1300 Mann starke Legion Galliens verstärkt; OberstAzeglio erhielt hier den Oberbefehl, Oberst Cialdiui von denModenesen sollte ihn unterstützen, wenn es Noth thäte. DasFreiwilligenbataillon von Faenza und ein anderes der römischenUniversität standen am Fuße des Bergzuges auf der Straße nach