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so heftig nach, daß der Feind nicht mehr im Stande war, dasfür eine weitere Vertheidigung so günstig gelegene Kloster Ma-donna del Monte zu besetzen. Der Versuch, einige Gebäude,selbst den Thurm zu vertheidigen, hielt die siegestrunkenen Trup-pen nicht auf. Alles wurde erstürmt; der Oberst Cialdini vonden Modenesen, der Major Marchiano von der Legion Galliensfielen; die Civicaisten ergossen sich in die Flucht oder verstecktensich in Häuser und Keller; nur die Schweizer und Oberst Azegliostellten sich noch einmal in dem Bogengänge, einer aus 1800 Pfei-lern ruhenden Arkadenreihe, welcher von der Kirche Madonna delMonte in zwei Absätzen zur Stadt führte, zur Gegenwehr. Alleinhier auch durch die, von der Villa rotonda her vorgerückte BrigadeClam bei der Säulenhalle umgangen und angegriffen, widerstan-den Azeglio und die Schweizer nicht länger, und zogen sich völligin die Stadt. Als der Verlust der Stellung auf dem MonteBerieo an Dnrando gemeldet wurde, schickte er einige CompagnienSchweizer aus der Reserve dem Posten zu Hilfe uach der PortaMonte und Lnpia. Mit dem Reste der Schweizer wollte er selbstden Berg umgehen und im Rücken des Feindes erscheinen. Allesdieses war zu spät. Gegen Abend drängte sich die Vertheidigungin den Umkreis der Stadt zusammen, und schon wurde die Stadtvom Monte Berico herunter von einer Haubitzenbatterie beschossen.F.-M. Radetzky hatte dieß ganze Gefecht von einem niedern Hügeldes Monte Berico, der die ganze Ebene übersehen ließ, selbstgeleitet.
Auf den andern Punkten, welche zum Angriff bestimmt wa-ren, geschah überall, was angeordnet war. Die Brigade Liechten-stein des Zweiten Corps griff in zwei Kolonnen (eine unter OberstToeroek, die andere unter General Liechtenstein selbst) den BorgsPadua und den Borgo Santa Lucia, die Brigade Taris diePorta Santa Lucia selbst an. Ueberall wurden dem Feinde, woman es wollte, die Ausgangs aus der Stadt genommen. Alleinder Feind, der überall in starken, durch Erdwürfe für die Ge-schütze noch mehr gesicherten Häusermassen verschanzt und gedecktwar, mußte erst durch das Feuer der Artillerie erschüttert wer-den, ehe man Stnrmcolonnen bilden konnte, was des Terrainswegen, welches hier wie in einem großen Theile Oberitaliensgar keine Uebersicht und nur schwer Gelegenheit zu schneller Auf-stellung von Geschützen bietet, schon seine besonderen Schwierigkei-ten hatte. Auf dem linken Ufer des Bacchiglione erschwerte diedickte Kultur die Kanonade, welche den Kanonen die Zielpunkteverbarg und die Wirkung des Horizontalschusses schwächte; daherließ sich einzig vom Wurfgeschütz ein befriedigendes Resultat er-warten. Die Mörserbatterie wurde, im Beisepn des Obersten