4S«
Judicarien, welche Oberst Alemann befehligte. Im Sascathale,zu Dro, Drena, standen die treuen Landesschützen. Auch aufden westlichen Zugängen von Wälschtirol, nämlich dem Tonalund dem Stilfferjoch, wachten österreichische Truppenabtheilungenund tiroler Schützen Den Oberbefehl über die gesammte tirolerVolksbewaffnung führte General v. Roßbach*).
Seit dem April befand sich der Posten der Franzenshöheabwechselnd in dem Besitze des einen oder des andern Theils.Höher hinauf vermochten die österreichische Truppenschaar unddie Landesschühen nichts auszurichten, und ebenso wenig gelanges den Freiwilligen von Lecco, den Veltlinern, w., ihre Gegneraus dem Dörfchen Drafoy zu verdrängen. Aber am 15. Junimachten die Oesterreicher einen entschiedenen Angriff und drangenbis zu der, auf der Höhe des Passes gelegenen Zollstätte SantaMaria vor. Am 18. Juni unternahmen die Obersten Melczerund Zobel mit 2 Bataillonen und 5 Raketgcschützen einen Angriffauf die Stellung von Madonna della Corona, welchen der pie-montesische Major Sanvitale mit 1 Bataillon und 1 Scharf-schützencompagnie abschlug. Am 26. Juni gingen 2 Compag-nien Pkemontesen bei Ceraino mittelst einer Fähre über die Etschund wollten sich am linken Ufer des Flusses festsetzen; sie hattenbereits die Felsen erklettert, als sie von einer Brigade unter Cu-loz zurückgeworfen wurden. Am 1. Juli unternahm der Herzogvon Genua selbst mit einem bedeutenden Corps einen Angriff aufdie österreichischen Posten bei Groara und Dolce auf beiden Uferndes Flusses, nachdem ein Theil seiner Truppen abermals bei Ce-raino auf das linke Ufer gelangt war. Die von Rivolk ausvorgerückte piemontesische Colonne von mehr als 2 Bataillons,Escadron und -4 Geschützen erschien, über Jncanal gegangen,gegen 4 Uhr Morgens des 1. in der Höhe von Dolce und stießaus die in diesem Orte und bei Ceredello auf dem rechten Etsch-ufer stehenden, nur mit 2 Kanonen versehenen Posten unterHauptmann Nevey vorn österreichischen Infanterieregimente Groß-herzog von Baden. Durch die zweckmäßige Aufstellung der öster-reichischen Truppe und die gute Bedienung ihrer Geschütze beiCeredella — gleich mit dem zweiten Schusse wurde eine piemon-tesische Kanone demontirt — wurde die piemontesische Colonne,welche über 300 Kanonenschüsse auf Dolce und Ceredello that,zum Rückzüge gezwungen. Von der Höhe von Madonna dellaCorona stiegen piemontesische Schützen in der Schlucht und aufden steilen Lehnen gegen Brentino herab, wurden aber von den
0 Vielen Tirolern war er als ihr gewesener Jägcroberst bekannt.