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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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Schwadronen mit 240 Feldgeschützen, welche in die verschiedenenArmee- und Reservecorps abgetheilt wurden. — Auch gedachteder F.-M. Radetzky der Bedürfnisse seiner Soldaten, und obgleichbei ihm kein Geldüberfluß war, auch sogar seiner armen Kriegs-gefangenen*).

Carl Albert suchte ebenfalls seine Armee zu verstärken. Nichtallein organisirte der General Baron de Peronne eine lombardi-sche Division von 12 Bataillons, sondern es langten auch 12Reservebataillons an, theils Piemonteser, theils Lombarden, umin dem Lager bei Bozzolo, rc. in gemischte Bataillons von 800Mann, von denen 300 Piemonteser seyn sollten, umgeformt undausgebildet zu werden. Das Heermaterial erhielt auch einenbedeutenden Zuwachs durch die vom Auslande eingehenden Ge-wehre und eine nicht geringe Zahl von Geschützen. Die Armeedes Königs behielt ihre Eintheilung in 2 Armeecorps unter denGeneralen Bava und de Sonnaz. Die Divisionen der Armeewaren: die erste des G.-L. d'Arvillars, die zweite des G.-L. diFerrere, die dritte des G.-L. Broglia, die vierte des G.-L. Her-zogs von Genua, die erste Reservediviston des Herzogs von Sa-voyen, die zweite Reserve des G.-L. Visconti, die lombardisckeDivision des G.-L. de Perrone, die toscanische des G. Laugier (inBrescia), die italienisch combinirte des G. Jacob Durando (ander Westseite des GardaseeS). Nicht einbegriffen sind in dieser Cin-theilung die Truppen der Generale Wilhelm Pepe, Antonini, rc.in Venedig, u. s. f.

*) Wie ein Danksagungsschreiben, von 8 Unteroffieieren und Soldaten inGenua unterfertigt, bezeugt, aus welchem wir hier einige Stellen aus-heben: „Hochgebietendster Herr Feldmarschall, gütigster Vater! Der 3.Juli war für 1200 Kriegsgefangene in Genua ein freudenvoller undglücklicher Tag. Es überbrachte uns ein gefangener Officier einen unssehr erfreulichen Gruß nebst einem Geschenke von 20 österreichischenKreuzern per Kopf von Ew. Excellenz, mit dem Troste, daß Wohldieselbenalles anwenden werden, um uns in Kürze durch Auswechselung aus diesenfreudelosen Mauern zu befreien. ... Jetzt rauchen die Wolken des echtenTabaks mit den heißen Wünschen zur Erhaltung unseres besorgten Vaterszum Allmächtigen empor. Das erste Glas Wein in 3 Monaten erquickteunsere erschlaffte Lebenslust, und wir fühlen uns überglücklich, daß wirunsern Vater in Ew. Excellenz verehren dürfen. Belieben Ew. Ercellenzden innigsten Dank von den Sr. Dias. unserm gütigsten Kaiser und Ew.Ercellenz bis in den Tod ergebenen Soldaten mit der Versicherung an-zunehmen, daß es uns schwer fällt, für Oesterreichs Waffenruhm nichtmitwirken zu können. ... Unsern Dank für die väterliche Sorgfalt wie-derholend, empfehlen wir uns der Huld und Gewogenheit Ew. Ercellenz,Herr Feldmarschall, unserm Vater, und bitten, der hohen Generalitätund der tapfern Armee unter Ew. Ercellenz Obercominando die herzlich-sten Wünsche zur Erlangung von Ruhm und Ehre von ihren gefangenenWaffenbrüdern geneigtestens bekannt machen zu wollen."