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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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lich nach Mantua. — Diese kleine Begebenheit gab dem KönigeCarl Albert Gelegenheit zn einer pomphaften Bekanntmachungan die Armee, in der es heißt: „Soldaten, dieser Sieg eurerKameraden gereicht dem ganzen Heere zum Ruhme, und zeigt,daß, welcher Theil von euch auch mit dem Feinde zusammentrifft,dieser der italienischen Tapferkeit nicht widerstehen kann, und daßdie Unabhängigkeit des Vaterlandes für die Zukunft durch eurestarken Waffen fest gesichert ist*).

Die verwaiste Brigade Franz Liechtenstein mußte ihre Be-wegung auf Governolo einstellen, denn dieser Ort war bereitsgenommen, und die Piemontesen rückten gegen sie an. Sie zogsich, als mau bei Sachetta mit dem Feinde zusammenstieß, fech-tend gegen Ostiglia zurück, behauptete diesen Ort auch am fol-genden Tage gegen die Angriffe des Feindes und bezog am 21.eine neue Stellung bei Sanguinetto. Hier erhielt die Brigadeden General Simbschen zum Befehlshaber. Die Piemontesendrangen auf der Straße von Ostiglia nicht weiter vor.

F.-M. Radetzky war inzwischen zum Entschlüsse gekommen,daß es nun Zeit sey, die Offensive selbst zu ergreifen. Dazuwollte er seine 3 Armee- und das erste Reservecorps verwenden.Mit dem zweiten Reserveeorps sollte F.-M.-L. Weiden, nebst derAbsperrung Venedigs, auch die Bewachung des linken Po-Ufersbestreben. Dieses konnte er bei der großen Ausdehnung der zusichernden Landesstrecke nur durch ein gut combiuirtes Posten-system erreichen. Das Commando auf dem Po-Cordon übertruger dem F.-M.-L. Perglas, welcher angewiesen war, im Falleeines Angriffes die, mit dem untern Po parallel laufenden Stel-lungen des Kanals Bianco, des Adigetto und der Etsch Schrittfür Schritt zu vertheidigen. Aus der Seite gegen Venedig wachtenamentlich Weiden selbst. Wiederholte Ausfälle aus der Mal-ghera wurden von seinen Truppen am 17. und 21. Juli zurück-geschlagen.

Radetzky, von der fehlerhaften Vertheiluug der Kräfte desGegners ziemlich gut unterrichtet, baute darauf seinen Angriffs-plan, der im Allgemeinen kein anderer war, als die Linie desunvorsichtigen Feindes zu sprengen, und dann nachher, wie esein solches Unternehmen verlangt, den getrennten Theilen mitganzer Kraft einem nach dem andern auf den Hals zu fallen.Von der Mitte des Feindes aber, welche zu sprengen war,

') Eben so lächerlich klingt es, wen» General Bava diesen mit Uebermachtauf 3 Compagnien geführten glücklichen Handstreich als ein „eombstti-menlo. rino <ts' piee brillsnli «teils storia militsre" — also alseines „der glänzendsten Gefechte der Kriegsgeschichte" bezeichnet.