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unserer Sache, der Tapferkeit und Treue meiner Armee ver-trauend, ziehe ich dem Feinde entgegen; hat unsere Mäßigungim Siege den Feind nicht zum Frieden vermögen können, so magdas Schwert noch einmal entscheiden, vielleicht erleichtert der BesitzTurins die Friedensunterhandlungen. — Radetzky, Feldmarschall.Hauptquartier Mailand, den 12. März 1849."
Die Harmonie der Generale, das brüderliche Zusammen-halten der Officiere, die Begeisterung des ganzen k. k. HeereSfür den Feldmarschall ließen nur Gutes hoffen. Bei allen Regi-mentern brachte der Armeebefehl des Vater Radetzky einen uner-hörten Jubel hervor. Bei den ungarischen Grenadieren von FranzCarl brachen die Solvaten in ein donnerndes „Eisen" auS, fieleneinander in die Arme, küßten die Medaillen und trugen die De-corirtcn im Triumph einher.
Auch die österreichische Armee in Italien hatte seit dem Ab-schlüsse des Waffenstillstandes im August 1848 Verstärkungen er-halten. Die deutschen Bataillone hatten durch Ergänzungstrans-porte ihren Normalstand wieder erreicht; die italienischen warenzum Theil wieder ergänzt, zum Theil in der Nachbildung begrif-fen; nur die ungarischen Bataillone blieben wegen des Bürger-krieges in der Heimath im schwachen Bestand. Endlich waren einigeneue Bataillone aus dem Kaiserreiche nachgerückt. Alle schwäch-lichen Elemente waren in dem Laufe des letzten Fcldzugs ausge-schieden, und selbst die Rekruten in anhaltendem Vorpostendienstbereits für die Beschwerden des Krieges gestählt worden. DieArmee, obgleich aus so vielen Elementen zusammengesetzt, wie esimmer eine österreichische ist, war ein tüchtiges Ganzes*). Ob-
*) Hackländer bespricht in seinen lieblichen Bildern aus dem Soldatenlebenim Kriege verschiedene Theile der Truppen in Italien. Sey es uns er-laubt, einige Züge davon hier wiederzugeben. „... Von allen Caval-lerieregimcntern sah man kommen und gehen: der ungarische Husar cour-bettirend und im kurzen Galopp, den Schnurrbart hinaufgcwichst, keckum steh schauend; der Dragoner dagegen, der deutsche Reiter, ernst undbesonnen, in der ruhigen Haltung im Schritt und nicht leicht aus sei-nem Gleichmuthe zu bringen. Eben so find diese verschiedenen Reiterauch im Gefecht. Der Husar jagt mit wildem kräftigem Hurrah demFeinde in vollem Roffeslaus entgegen. Sein Choc ist gewaltig und dar-auf berechnet, die feindlichen Reitermafscn im ersten Anlauf zu zersprengen.Er stiegt mit Windeseile dahin, Pferd und Reiter voll Kampfeslust;sein Dollman weht, sein Auge blitzt, sein glänzendes buntes Kleid spieltin der Sonne, wie die erzürnte Schlange, die auf ihren Raub losstürzt.Weicht der Feind, dringt der Husar in seine Glieder, und kann er einenFlüchtigen verfolgen, so geht seine Kampflust erst recht an. Auf leich-tem , gewandtem Pferde folgt er dem Feinde und haut ihn nieder. Findeter dagegen kräftigen Widerstand, und gelingt es ihm nicht, im ersten An-lauf die Reihen zu durchbrechen, so kann er eben so leicht zurückgeschlagen
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