Pabste nach Gasta. Den Officieren, welche mit dieser ehrenvollenSendung betraut wurden, bemerkte der heilige Vater, er habemitten unter allen Stürmen nächst dem Beistand Gottes aus denSchutz und die geschichtlich bewährte Treue Oesterreichs gerechnet.
Die militärische Besetzung des Kirchenstaates, soweit sie inOesterreichs Ausgabe lag, war mit Anconas Eroberung vollzogen.In und um Ancona blieben nur etwa 4000 Mann und besetztenPesaro, Sinigaglia, Ravenna, rc. unter dem Commando des Ge-nerals Psanzeltern. In Bologna stand General Hahne mit einerBrigade, u. s. w. Die übrigen Truppen marschirten gegen Ve-nedig, u. s. w. zurück.
Den übrigen Kirchenstaat sollten Neapel, Spanien undFrankreich von den Rebellen reinigen und in demselben Ordnungund Gesetzmäßigkeit wieder herstellen. An den Grenzen seinerStaaten versammelte König Ferdinand von Neapel ein kleinesHeer; ein spanisches Geschwader unter dem Contreadmiral Bnstilloerschien auf der Rhede von Terracina, und beiden zuvoreilendbetrat in Civitavecchia am 25. April ein französisches Armee-corps unter General Oudinot das päbstliche Gebiet. In Romhatten sich die eifrigsten Demokraten aus ganz Italien ver-einigt. Auch alle verfügbaren Truppen und Freikorps, welchenoch in den Provinzen gestanden, waren dahin gerufen worden.Es befanden sich daher in Rom, außer den Linientruppen, denCarabiniers, dem neuen Regimente Roselli, der Civica von Rom,die Legionen Garibaldi, Mast, Galetti, Grandoni, Zambianchi,Mellara, Manara, Arcioni, rc. — Das Ganze ein buntesGemische von Römern, Toscanern, Lombarden und Genuesen,Sicilianern, Polen, Schweizern, Deutschen; Leute jedes Lebensalters,vom 13jährigen Knaben bis zum Greise. Roselli war der Generalisi-mus; Avezzana Kriegsminister; unter den militärischen Notabili-täten ragte Garibaldi hervor. Das Triumvirat, welches die Re-gierung führte, präsidirte der berüchtigte Mazzini. — UnsereAusgabe ist es nicht, die Angriffe auf Rom und die Kämpfe umRom zu schildern. Am 30. Juni erschien auf der Engelsburgdie weiße Fahne und auf ein Ultimatum des französischen Feld-herrn Oudinot unterwarf sich Rom ohne Capitulation dem heili-gen Vater. Am 3. Juli hielt Oudinot einen feierlichen Einzugin Rom.
Garibaldi hatte mit einem Haufen von 5000 Köpfen in derNacht vom 1. zum 2. Juli Rom verlassen, und den Weg nachder neapolitanischen Grenze eingeschlagen. Bei Frosinone fand erdas neapolitanische Armeecorps unter Nunziante, Sangro, Sta-tella, Sigrist, Lanza und Brunner. Er wandte sich daher wieder