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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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660 Clafſ. XXvIII. Vom Kochen.

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Will die Koͤchin Huͤner einmachen/ ſo man ſonſten Eingebicktenennet/ ſo macht ſie es auff nachfolgende Weiſe: 2

1. Wann die Huͤner abgethan/ außgenommen und gewaſchen ſeynd/ ſothut ſie dieſelbige in einen Hafen/ gieſſet friſches Waſſer daran/ und ſaltzet es einwenig/ iaͤſſet es hernach eine Weile ſieden/ gieſſet darauff das Waſſer darvon/und thut Wein daran/ auch Mußcat⸗Bluͤhe/ Imber/ Naͤgelein/ Zimmet undZucker/ auch groſſe und kleine Roſinen/ macht es ein wenig mit Saffran gelb/laͤſſet es alſo daͤmpffen/ und richtet es an.

Auffeine andere Art ein gutes Eſſen von Huͤnern zu machen:

1. Man nimt die Lebern von den Huͤnern/ hacket dieſelbige mit Speck/Majoran/ Salbey/ und andern guten Kuͤchen⸗Kraͤutern/ thut auch Gewuͤrtz-Naͤgelein daran/ wie man ſonſten pfleget ein gutes Gefuͤlſel zu machen/ und ful-let es in die Huͤner/ ſtzet es zu/ und laͤſſet es ſieden.

2. Hernach nimt man Koͤpfflein⸗Salat/ ſchuͤttet ein wenig ſiedendWaſſer daruͤber/ und dieſes zu dreyen malen/ darnach zerlaſſene Butter daruͤber/taͤſſet alles mit einander ſieden/ und richtetes an.

unge Huͤner kan die Koͤchin folgender Geſtalt zurichten:an chmidetihnen die Gurgel ab/ laͤſſet ſie verbluten/ bruͤhet hernachdieſelbige/ kropffet/ und nimt ſie auß/ und waͤſchet ſie mit warmen Waſſer.

2. Will man ſie aber trocken/ und ungebruͤhet/ ropffen/ ſo werden ſiegeſchmackhafftiger; dann vom Bruͤhen verlieren ſie ihren guten Geſchmack/Tge. ſenget man ſie uͤber dem Feuer/ daß die kleineſte Federlein darvon

ommen..

3. Laͤſſet ſie alſo beropfft einen Tag lang liegen/ damit das Fleiſch kurtzund muͤrb werde. b 22

4. Wann ſie nun kalt ſeynd/ ſo trocknet man ſelbige wohl ab/ und ſpi-cket ſie mit Speck; oder/ da man ſie nicht ſpicken woltt/ ſo bedecket man ſie nur

mit breit⸗geſchnittenem Speck.

5. Wann man den Speck/ der Laͤnge nach/ mit einem hoͤltzernen Spieß-ſein daruͤber gehefftet/ ſo ſcheinen ſie wie Rep⸗Huͤner. Steckt man ſolches aberin die Zwerch/ ſo ſcheinen ſte wie Wachteln.

6. Bindet alsdann Wein⸗Blaͤtter darauff/ und hefftet die hoͤltzernen8 an einen groſſen eiſernen Spieß/ und braͤtet es an einem ſchoͤnen helleneuer. 1

2. Wann nun der Syech im Braten anfaͤnget braunlicht zu werden/ ſoiſt es ſchon gar; Und hat die Koͤchin dieſes darbey daß ſie dieſe jungeHuͤner nicht unverdeckt anſtecken ſolle/ dann ſie weiden ſonſten am Spieß gar

duͤrꝛ/ und verlieren ihren guten Geſchma.

E. ann