2 iO l. Per. H. Th. Gesch. d. nbrds. Staatensyst.
Könige wählten, und dadurch die Aussicht zu dermonströsen Vereinigung Zweyer Reiche unter EinemRegenten eröffneten, die nicht nur durch die geo-graphische Lage, sondern noch weit mehr durch dieReligionsverschiedenheit, getrennt waren.
Sigismund, der Sohn 2 o han n's iil. uud der Pol-nische» Prinzessin Catharina, war, wie die Mutter, eif-rig carl'vlisch, und in den Händen der Jesuiten. Durchihn hoffte» sie das Ziel ihrer Wünsche, dem sie schon unterdem Vater nahe zu seyn schienen, Wiederherstellung desCatholicismus in Schweden, zu erreichen.
IZY2 2. Als daher nach dem Tode Johann III.von Schweden sein Sohn Sigismund auch hierwirklich succediren sollte, entwickelten stch die Fol-gen sehr bald. Man traute seinen Versicherungenin Schweden nicht; sein zum Regenten bestellterOheim Carl hatte auch mehr Lust in seinem eige-nen Namen zu regieren; und alle Mittel, auchdie härtesten, waren ihm Recht. So entstandlZ98 bald Zank; aus dem Zanke Krieg, und die Folgewar, daß Sigismund nebst seinen Erben der Kro-ne Schweden verlustig erklärt, und dieselbe demrüllv neuen König Carl IX. übertragen ward. Zwischendiesen beyden Fürsten und ihren Descendenten dauertdaher der Successionsstreit fort, bis er in demFrieden von Oliva zu Gunsten der Familie Carl'sIX. entschieden ward.