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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Claſſ. XXIX. Von Einmachung der Fruͤchten. nsEyyyim Sommer weiſen/ die ſoll man nicht laͤnger unabgebrochen ſtehen laſſen/ oderbiß ſie gar zu zeitig werden/ ſonſten halten ſie ſich nicht.

8. Man ſolle das Obſtauch nicht zu fruͤhe/ ſondern wann es recht zeitigiſt/ abnehmen; die rechte Zeitigung wird auch erkennet/ wann die Kerne anfan-gen ſchwartz zu werden/ ſo iſt es rechte Zeit zum Abbrechen.

9. Das Obſt/ ſo in der Morgen⸗Stund vor der Sonnen Auffgangabgenommen wird/ und zwar im abuehmenden Mond/ das dauret am laͤng-ſten/ anderſt verlieret es die Farp und Krafft/ faulet und verdirbet auch bald.

10. Das gepfropffte Stein⸗Obſt/ als Kirſchen/ Abricoſen/ und derglei-chen werden im May und Junio zeitig/ diß mag man abbrechen/ ſo bald es ge-nugſam zeitig.

11. Das Sommer⸗Obſt/ als Aepffel und Birn/ im Julio und Au-

uſto.1 12. Das Winter⸗oder Lager⸗Obſt wird im September und October

eitig.

13. Die beſte Zeit/ das Lager⸗Obſt abzunehmen/ iſt um MichaelioderGalli/ ſe nachdem es die Witterung und der Ortt beſchaffen/ es ſolle aber die Ab-brechung bald nach dem vollen Liecht/ wann der Mond beginnet abzunehmen/bey trockenem Wettergeſchehen.

Nota. Die Meſpeln werden auff St. Lucas⸗Tag geſammlet.

. Den Ort der Verwahrung anbelangend ſo ſolle zu dem Lager-Obſt eine Kammeroderbeſonders Zimmer im Hauſe/ ſo vor der Kaͤlt/ wie auchvor der Hitzeim Sommer außgeſuchet oder zugerichtet werden. 6

1. Man ſolle aber dieſes Zimmer ſtaͤtig zu halten/ und kleine enge Fen-18 haben/ damit keine warme/ wie auch kein zu kalter Lufft hinein kommen

oͤnne. 8

2. Wann man auch gantz keine Fenſter darein/ und nur eine kleine engeThuͤr hinein haben kan/ ſo iſt ſolches deſto beſſer.

3. Beſagtes Zimmer ſolle rund um mit Brettern getaͤfelt/ und von derErdenan/ ſohoch als das Zimmeriſt/ geflochtene Hurten/ oder in Mangel derer/Bretter je eine ein Schuh hochuͤbereinander haben.

Dieſe Bretter muͤſſen zwiſchen Pfoſten/ ſo von der Erde biß an dieDecke des Zimmers/ eingefaſſet/ und vornen fuͤr das Bret eine Latten nach derLange genagelt werden/ damit das Obſt von den Brettern nicht auff die Erdeabrollen koͤnne.

7. Auff beſagte Hurten oder Bretter legt man hernach friſch trockenRoggen⸗Stroh/ oderaber des Obſtseigenes Laub. 1

6. Das geſamlete Obſt legt man erſtlich in ein trocken Gemach auff

Ceccc 2 friſch