Claſſ. xXIX. Von Einmachung der Fruͤchten. 261III. Rothe Ruͤben oder Rahnen.
IV. Cucumern.
V. Bohnen oder Faſſellen.VI. Spargen.
VII. Artiſchocken.
VIII. Dragon.IX. Fenchel.X. Senff.
I· Wie man das weiſe Kraut ſauer einmachen ſolle-
Iſt ſolches in gantz Teutſchland bekandt und gemein; wird aber auffzweyerley Weiſe eingemacht.
(1.) Geſchnitten.(2.) Gantz.
(1.) Das geſchnittene Kraut wird geſaltzen/ mit Kuͤmmel undWachholderbeer eingemacht/ und in eine ſaubere Kufe woleingetretten Odermit einem breiten Stöſſel geſtampfft/ biß es eine Bruͤhe gibt. Man gieſſet an-faͤnglich ſauber Brunnen⸗waſſer nach belieben/ nicht zuviel daruber.
Das Eingetrettene iſt beſſer dann das Geſtampffte; Dann durch das“ wirdes ſehr zerbrochen und kurtz/ durch das Tretten aber bleibt es
choͤn lang.
Etliche Hauß⸗Muͤtter thun auch ſchoͤne trockene Erbſen hin und wiederdarunter/ darvon ſolle das Kraut ſchoͤn gelb und anmuthig werden.
Nachdemees nun in eine groſſe Kufen/ die unten faſt an dem Boden einenZapffen oder Krahnen haben ſolle/ wol und voll eingetretten worden/ ſo decketman ſelbiges mit einem doppelten ſaubern leinen Tuchzu/ legt hernach Bret-ter darauff/ und beſchweret ſolche mit groſſen Steinen/ alſo daß dardurch dasKraut wol auff einander gepreſſet werde.
Nota. So etwa in etlichen Wochen das Kraut oben weich/ faul/ oderſonſten anlauffen ſolte/ muß man ſelbiges abheben/ die Bret-ter und das Tuch ſauber waſchen/ ferner ſolches wieder zu-decken/ und oben wieder auffgieſſen; So es aber nicht vielSaltz⸗waſſer haͤtte/ ſo ſolle man friſch Brunnen⸗waſſer dar-auff ſchuͤtten/ und das Kraut/ ehe man darvon ſpeiſen will/wol vergaͤhren laſſen.,
(2.) Das gantze Kraut wird/ ſonderlich in Schwaben und Fran-cken/ insgemein eingemacht/ darzu erwaͤhlet man ſaubere Kraut⸗haͤupter/ ſuchtdarvon die groſſen Dorſchen aus/ machts hernach mit Saltz/ Kuͤmmel/ oder
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