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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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774 Claſl. XXxX. Vom Confect und Fuckerwerck.

Nota. So man dieſe Kugenn will wohl⸗riechend haben/ ſo nimt manzween Gran Bieſem/ reibet ſelbige in einem Moͤrſel an/ gantzklein und zart/ miſchet es unter den Zucker/ laͤſſet es drey Tagelang auffeinem Blech trocknen.

So man Coriander darein haben will/ ſo ſteckt man ſolches mit ti-nem Hoͤltzlein hinein/ vermacht das Loch/ und laͤſſet es wiederumlauffen.

v. Den Zucker zu mahlen und zufaͤrben.

Hierzu werden aleertey Harben genommen⸗ ſo nicht ſchaͤdlich ſeynd/ undman ſelbige mit dem Zucker eſſen darff; Als da ſeynd:

1. Priſillien⸗Spaͤn⸗/ Boch.

2. Saffran/ Gelb.

3. Leckmoß /⸗ 2⸗2 Dunckelblau.

4. Safft gruͤn /⸗ Gruͤn.

5. Polus Armeni. Liechtbraun.

6. Umbra, 2 2 Braun.

7. Bergblau /⸗ Liechtblau.

Dieſe Farben werden nachfolgender Geſtalt gebraucht und angemacht:

1. Pesntenabgeſe zu zwey Loth nimt man den achten Theil einer

Maaß Waſſer/ und gieſſet ſelbiges daruber/ thut darzu eine Haſel ⸗Nuß großAlaun/ laͤſſet alles mit einander einſieden/ biß ohngefehr auff ein Trinck⸗Glaßvoll/ ſeyhet es durch ein Tuch alsdann ab/ thut darzu zwey Loth geſtoſſene Gum-mi/ laͤſſet es wieder ein wenig darmit ſieden/ biß daß man meynet/ daßes ſchoͤnenug ſeye..

8 2g Zaffran/ man nimt ein Quintlein gantzen Saffran/ gieſſet ein Trinck-Glaß voll Waſſer daruͤber /laͤſſet es uͤber einem Kohl⸗Feuer halb einſieden/ ſey-het und druckt es durch ein uch.

3. Leckmoß/ wird nur in Waſſer eingeweichet und zergehen laſſen.

4. Saffrgruͤn/ ingleichem Grun von blauen Lilien/ wird ebenmaͤſſig nurmit ſaubern Brunnen⸗Waſſer angemacht. 1

5. Polus Armeni, wird mit Waſſer rein angerieben/ hernach mit Gummitemperirt.

6. Umbra, wie Polus Armeni.

Nota. Umbra wird zum Gebratens der Schau⸗Eſſen groͤblicht geſcha-bet/ hernach mit Gummiauffgetragen/ der Braten aber wirdmit Citronat geſpickt/ und mit einem Hoͤltzlein eingeſteckt.

Zu gebratenen Voͤgeln/ von Zucker gemacht/ nimt man geſtoſſene

Naͤgelein.7. Berg-