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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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2Claſſ XXX. Vom Confect und Zuckerwerck. 225

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7. Berg blau wird mit Gummt angemacht.Nota. Ale Farben/ wann der Zucker darmit angeſtrichen worden/ ſol-len mit ſtarckem Gummi⸗waſſer angeſtrichen werden.Was man candiren will/ ſolle nicht mit Gummi angeſtrichen werden.

VI. Vom Uberziehen mit Zucker.Iſt daſſelbige mancherley. Wir wollen aber nur zur Nachricht folgen-des ſetzen/ aus welchem die curioͤſe Hauß⸗Mutter ſchon genugſam erlernen kan/was in demuͤbrigenzuthun ſeyn wird. Nemlich:

Wie man Aniß/ Fenchel/Coriander/ und dergleichen/mit Zucker uͤberziechen ſolle.

1. Man ſolle das jenige/ was manüͤberziehen will/ zuvor von allemStaub reinigen/ und die Stengel oder Stiele darvon hinweg thun.

2. Nach dieſem ſolle man alles zwiſchen ſaubern Papieren/ an einemwarmen Ort/ woltrocknen. 8

3. Unterdeſſen ſolle man den gelaͤuterten Zucker in Bereitſchafft haben.

4. Ferner/ ſo thut man den Aniß/ Fenchel/ oder anders/ was manüͤber-ziehen will/ in den Conficir⸗Keſſel/ und erwaͤrmet esuͤber einem Wind⸗Oefe-lein.

5. Hernach nimmt mandesgelaͤuterten und auff einem andern Oefeleinerwaͤrmten Zuckers/ gieſſet ſelbigen nach und nach Loͤffels⸗weiſe uber den Sa-men/ und immer mehreingetragen/ und uͤber dem Feuer ſolcher Geſtalt mit denHaͤnden zertheilet/ damit es ſich nicht an einander haͤnge/ biß daß es evtrockne/ ſolang/ biß daß ſichs nach Proportion des Samens und Zuckers der Samenverdeckt/ und vom Zucker angenommen werde.

6. Nachdeme es nun/ dem Augenſchein nach/ dick genug üͤberzogen/ſo ſaͤubert man das Confect durch ein euges Sieb/ damit des Zuckers Staubdeen komme/ und was gtkoͤrnet uͤberzogen und granulirtworden/ zuruͤck

leibe.

. Hernach muß der Keſſel ſauber außgewaſchen und wieder getrocknetſeyn/ hernach das uͤberzogene wieder hinein gethan/ und uͤber einem nicht zu gaͤ-hen Feuer fein wieder getrocknet.

Will man demnach denuͤberzogenen Samen krauß haben/ ſo nimtmau ferner des gelaͤuterten Zuckers abermat eine ſaubere Pfanne voll/ ſiedetdenſelbigen ein/ biß daß er zwiſchen dem Daumen und Zeiger⸗Finger zaüͤhe undklebrich ſich erzeiget; Und nicht/ wie bey dem Lautern geſchthen/ vom Loffelflie-get/ eingeſotten werden. Als

g. Ald-