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In Tirol, wo der Gnbcrnial-Prästdcnt Jguaz Grat von Enzenbergim steten Widersprüche mit der Landschaft die Prohibition vertheidigetund besördert hatte, wurde diese lang ersehnte Erleichterung des Ver-kehres bald nach dessen Tode (unterm 7. Jänner 1775) zur nicht geringenFreude der weitaus überwiegenden Mehrzahl der Bevölkerung kund ge-macht ; allein schon mit Decret vom 16. September desselben Jahresaus Einrathen des Guberniums wieder aufgehoben und die alte Be-schränkung neuerdings verfügt. Darüber gerieth der „ständige Ausschuß"der Landesvertretung und mit ihm beinahe die Gesammtheit ihrer Com-mitenten in Schreck und Verwirrung. Solchen Waukelmuthes hatten siesich nimmerdar versehen.
Erst nach wiederholten Berathungen kam in Mitte des betroffenenAusschusses am 30. November d. I. der Beschluß zu Stande, bei demGubernium dagegen zu remonstriren. Acht Tage später ward dieserBeschluß durch die Ueberreichnng eines Memorials vollführt, das mitRücksicht auf die Zeit seines Zustandekommens von zu hohem Belangeist, als daß wir es uns versagen könnten, die darin geäußerten An-sichten hier in gedrängter Kürze darzulegen.
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Es wird darin vor Allem nachzuweisen gesucht, wie durch dieseMaßregel nur der Schmuggel begünstiget, Handel und Wandel gestört,der Unterthan finanziell bedrängt und belästiget und das Aerar selbstbenachtheiliget werde.
Namentlich würden „Handelsleuthe, welche der Erfahrungnach durch die Hoffnung eines kleinen Gewinns von ein oder dem an-dern Procent sich in die mißlichsten Lntrapi-issn verflechten lassen, beiabsehend geringer Gefahr und größerem Gewinnst von dem DskrauZations-Geiste angefochten und unfehlbar zur Oontrslmnck verleitet werden,als wobei 20 und mehrere Procent ganz gemächlich zu erobern sind."
Ferner sei der tirolische Unterthan, wenn er „dahin beschränketwird, entweders die kudricmta, die er so zu sagen fast an seinen Gren-zen findet, mit Aufschlag einzuführen, oder statt derselben sich der Erb-ländischen Producte zu bedienen, in eine traurige Alternative versetzt,die ihm auf beiden Seithen nachth eilig und jedesmal einen höherenAnkauff seiner Bedürffnisse veranlaßt; welcher Unterschied des höherenAnkauffs bei der Nothwendigkeit desselben dem Lande nicht anders alssehr empfindlich fallen und endlich durch eine ganz schleichende Aus-