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Lebensbeschreibung des Ehrenfr. Walther v. Tschirnhaus auf Kiesslingswalde und Würdigung seiner Verdienste : mit einem Vorwort über Prof. J.A. Grunert als Preisrichter / von Dr. Hermann Weissenborn
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4. Seine Logik.

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§• 4 ,

Tsehirnhausens Logik.

Tschirnhausens grösstes, wenigstens umfangreichstes, Werk ist dieMedicina mentis. Sie erschien unter dem Titel: „Medicina Mentis,sive Tentamen genuinao Logicae, in qua disseritur de methodo de-tegeudi ineognitas veritates. Cui annexa est Medicina Corporis, seuCogitationcs admodum prohabilos de oonservanda sanitate. Amste-iodami. Apud Altertum Magnum & J. Rieuwerts Iuniorem. 1686.”in 4 to - Wenigstens finden wir das Jahr „1686” als Zeit des Er-scheinens angegeben in der „Bibliotheque universelle et historiquede l’annee M.D.C.LXXXVI. Tome troisieme. A Amsterdam, chezWolfgang, Waesberge, Boom, & yan Someren. M.D.C.LXXXVI.”Abtheilung „Novembre”, pag. 367; ferner in „Chasles Geschichteder Geometrie, übersetzt von Soliucke”, pag. 108, Anmerkung 18);in „Historia et Origo calculi differentialis a G. G. Leibnitio con-scripta. Horausgcgoben von Gerhardt.” pag. 22. Dagegen führendie Acta Eruditorum, 1687. Mensis Januarii, pag. 56, unter den„Libri novi”, wo das Erscheinen des betreffenden Werkes angezeigt,und Mensis Decombris, pag. 702, wo eine Mittheilung seines Inhaltsin Aussicht gestellt wird, das Jahr „1687” als Zeit des Erscheinensiui 1 ); ebenso auch Ziegler in seinem: „Historischen Schauplatz undLabyrinth der Zeit”. Da man bei den damaligen Verkehrsmitteln,Wenn die Herausgabe 1687 erfolgt wäre, wohl schwerlich schonWn Januar desselben Jahres in Leipzig davon hätte Nachricht habenkönnen, so darf man wohl annehmen, dass die Ausgabe bereits 1686erfolgt sei, wenn auch vielleicht, wie es ja noch jetzt geschieht,>.1687” auf den Titel gesetzt worden ist 2 ). Verfasst war das Werkbereits 1682 auf Tschirnhausens Reise durch Holland und Frank-reich 3 ). Eine zweite Ausgabe erschien 1695 in Leipzig 4 ). Wasdas Aeussere derselben betrifft, so ist des Format 4*°, die erstenvierzehn Blätter sind weder paginirt, noch auf sonst eine Weise be-zeichnet; die Vorderseite des ersten Blattes enthält den Titel; „Me-dicina Mentis et Corporis”, die Kehrseite desselben ist leer; dieVorderseite des zweiten Blattes wird eingenommen von dem aus-führlichen Titel der ersten Abtliciluug, nämlich: „Medicina Mentis,sive artis inveniendi praeeepta gcneralia. Editio nova et correctior,

') Auch ist an letzterer Stelle der Act. Lrud. 1687 der Name des einenVerlegers: „Joh. Rieuwertz”, statt, wie in der Bibliotheque universelle: „Rieu-werts” genannt.

2 ) Die erste Ausgabe der Medicina mentis 1686 (oder 1687) habe ich mirnicht verschaffen können.

3 ) Vergl. Oben pag. 6 und Act. Jirud. 1709, wo erzählt wird, dass Freundedie Herausgabe des 1682 verfassten "Werkes besorgten. Auch erfahren wir ausOcrliardt: „Lcibnizcns mathematische Schriften. Band IV”, pag. 489, dass Tschirn-liaus der Pariser Akademie die Grundzüge seiner in der Medicina mentis ent-wickelten Methode im Jahre 1682 mittheilte.

4 ) Auf diese Ausgabe beziehen sich alle im Folgenden vorkommenden Citate.

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