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Lebensbeschreibung des Ehrenfr. Walther v. Tschirnhaus auf Kiesslingswalde und Würdigung seiner Verdienste : mit einem Vorwort über Prof. J.A. Grunert als Preisrichter / von Dr. Hermann Weissenborn
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§• 4. Seine Logik.

cum praefatione autoris (Hierauf folgt der Pegasus als Vignette.)Lipsiac. Apud J. Thomam Pritsch. MDCXCV.; die Kehrseite deszweiten Blattes ist leer. Auf der Vorderseite von Blatt 3 beginntdie Dedi cation an König Ludwig XIV. 1 ) mit den Worten: „Ludo-vico XIV. Pranciae et Xavarrae regi inelyto,” und reicht bis zurVorderseite des sechsten Blattes, auf welcher das Ende derselbenenthalten ist in den Worten: Majestatis tuae humillimus et devo-tissimus E. W. D. T.” Auf der Rückseite des Blattes 6 beginntdie „Praefatio authoris ad lectorem” und reicht bis zur Rück- oderKehrseite des vierzehnten Blattes. Mit der Vorderseite dos fünf-zehnten fängt die „Medicina mentis” an, 296 paginirto Seiten füllend,mit darunter gesetztem „Finis”. Hierauf folgt die zweite Abtheilung,nämlich auf der Vorderseite des Blattes: „Medicina corporis, seucogitationes admodum probabiles de conservanda sanitate (Dannwieder der Pegasus als Vignette.) Lipsiae apud J. Thomam Pritsch.MDCXCV”. Die Kehrseite dieses Blattes ist leer. Das zweite(ebenfalls nicht paginirte) enthält die von einem Freunde Tschirn-hausens verfasste Vorrede, die auf der Vorderseite mit „Amieus autho-ris ad lectorem” 2 ) angeht und auf der Kehrseite mit „Vale” schliesst.Sodann folgt die Abhandlung auf 64 von 1 an paginirten Seiten,auf deren letzter der Schluss durch ein „Finis” angedeutet ist. Wieman bemerkt haben wird, ist das Buch anonym, indem der Xamcdes Verfassers weder auf einem der Titel, noch als Unterschrift unterder der Medicina mentis vorangehenden Vorrede sich findet, nur dieUnterschrift der Dedication an Ludwig XIV. lässt aus den Anfangs-buchstaben „E. W. D. T.” auf den Verfasser Ehrenfried Waltherde Tschirnhaus schliessen; desgleichen erfährt man nicht, wer derFreund sei, der an Tschimhausens Stelle die Vorrede zur Medicinacorporis geschrieben. — Von wie grosser Bedeutung dieses Werkfür die damalige Zeit und bis in die Mitte des vorigen Jahrhundertshinein gewesen ist, das erhellt einmal aus dem Umstande, dass esnoch zweimal, nämlich 1705 und 1753 wieder aufgelegt wurde 3 ),sodann daraus, dass Christian Wolf über sie Erläuterungen schrieb 4 ).Gehen wir nun zum Inhalte derselben über!

In der „Praefatio authoris ad lectorem” stellt Tschirnhaus die An-sicht auf: „Ars invoriiondi ipsa ost gonuina philosopliia” underwähnt sodann diejenigen, welche sich ebenfalls mit dieser Art der

’) Vcrgl. Oben pag. 7. Man wird sich erinnern, dass 1682 Tschirnhaus beiKönig Ludwig XIV. um eine Pension nachsuchte.

2 ) Vormuthlich einer der Treunde, welche die Herausgabo besorgten. (Vergl.pag. 19, Anmerkung 3).)

3 ) Pierer’s Conversations-Lexicon. Artikel: Tschimhausen.

4 ) Iteinhold: „Handbuch der allgemeinen Geschichte der Philosophie. ZweiterTheil. Erste Hälfte”. P a S- 409. Anmerkung: „Das Cartesianische System undTsehirnhausens Logik (über die er schon als Student Erläuterungen schrieb) übtenzuerst oine bedeutende Einwirkung au!' seine (nämlich Wolfs) philosophischeDenkart”.