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$. 4. Seine Logik.
Philosophie beschäftigt haben, indem er fortfährt: „Talem verö Phi-losophiam ut rccluderent, illustroe viri, Konatus de Cartos in disser-tationo de Methodö detegendi incognitas veritates, Autor artis cogi-tandi, quem vulgo Dominum Arnault putant ')> P- Malebranche dansla reehereho de la verite, 1’Abbas Mariotte, dans l’Essay de Logiquecontenant les principes de Science & la manicre de s’en servir pourfaire de bons raisonnemens, pluresque alii hoc inprimis seculo, post-quam innotuit, quanta hujus rei praestantia, omni studio allobora-verunt.” Da aber theils Viele unter Philosophie etwas Anderes ver-ständen, tlieils auch, da die Philosophie, wenigstens wie Viele die-selbe gelernt hätten, nicht gerade beliebt sei, habe er den Titel:»Modicina mentis et corporis” vorgezogen, denn die wahre („genuina”)Philosophie müsse zeigen, wie sehr die Menschen durch Schwächendes Geistes und Körpers getäuscht und irre geführt würden undWelche Mittel dagegen anzuwenden sein. Ucbrigens übergebe er hierdem Publicum nur die „Prima philosophia”, die von einigen Meta-physik genannt, und weil in ihr oft sehr unnütze Speculationencrörtet würden, einigermaassen gehasst werde. Von vorliegendemWerke möge man nicht glauben, dass es TJnnötliigos behandele, denner beschäftige sich nur mit solchen Dingen, die ein nach Weisheitstrebender Mensch zuerst kennen lernen müsse. Allerdings könnedas Nützlichste erst am Ende der Philosophie gelehrt werden, alleinman werde finden, dass er schon hier Nützliches biete, denn er setzeauseinander, wie man mit Sicherheit zur Wahrheit gelange, wie* nan > auch wenn man eine zweckmässige Diät nicht genau beobachtenkönne, doch die Gesundheit erhalte, wie man die Kinder verständigerziehe u. s. w.
Es folgt hierauf die Angabe der Disposition, die Tschirnhaus»in prima hac Philosophia vel, sic mecum mavis Eogica ’,befolgt hat. Es ist folgende: Im
Theil I. werde er untersuchen, welche von allen, unzählig vielen,Beschäftigungen vorzüglich zu betreiben. Es werde sichzeigen, dass die Erforschung der Wahrheit diess sei. ImTheil II. werde er demnach eine Methode angeben, unfehlbar dieWahrheit zu entdecken, nämlich er werde in derAbtheilung 1. ein Mittel angeben, mit Hülfe dessen das Falschevom Wahren leicht und sicher unterschiedenwerden könne; dann in der
Abtheilung 2. werde er erörtern, wie man von einer Wahrheitaus fortsclirciten und eine neue Wahrheit ent-decken könne; ferner in der
’) Vermuthlich das „von einem ungenannten Cartesianor” 1664 verfassteWork: „La Logique ou l’art de penser, contenant outre les rcgles communesplusieurs observations nouvellcs, propres ä former le jugement” (in LateinischerUebersetzung 16CG zu Utrecht, 1704 und 1718 zu Halle erschienen), dessen ltein-hold in seinem „Handbuch etc.” pag. 190 gedenkt.