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§. 4. Seine Logik.
„uti comoedias spoctantibus accidit”, wahmehmcn und erkennen;dahin gehören z. B. der Schmerz, die Bilder und Vorstellungen vonabwesenden Gegenständen, Alles, was wir mit Hülfe der Sinne, dosGehörs, Gesichts u. s. w. wahrnehmen, u. a. Das Vermögen, diefacultas, diese Dinge wahrzunehmen, nennt Tschirnhaus „imaginatio”,und die Thätigkeit derselben: wahrnehmen („percipere ’), so dassalso durch den intellcctus etwas concipirt, durch die imaginatioetwas percipirt wird. Manches, was wir mit Hülfe der imaginatio ein-sohen („perspicimus”), kann auch von uns concipirt werden: „ita quae-vis mechanica faeile a nobis concipiuntur”, während wir uns dagegenz - B. von der rothen Farbe, obschon die perceptio derselben sehrdeutlich („clarissima”) ist, „nullum prorsus conceptum formare que-amus”. Ueborliaupt ist das gewiss: „has duas cognoscendi facultatcs,concipiendi sub forma actionis, percipiendi sub forma pas-sionis, nos diverso modo afficere; & me id, quod concipero nequeo,verbi gratiä, baculum integrum suä parte ab eädem abscissa minoremesse, nullatenus posse imaginari; ecouträ me ca, quac percipio seu ima-ginor, partim posse perspicere, veluti, baculum integrum fracto essemajorem, partim verö de quibusdam eorum me nullum conceptum ha-bere, veluti de coloris rubri, aut etiam, ut modo dictum est, dolorisPerceptione, de quibus utique nihil concipio: cum de his ne quidemullam possim imaginem formare”. Bei der Beurtheilung, ob etwasWahr sei, geräth man oft dadurch in Irrthum, dass man meint, mannabe etwas, was man percipirt, concipirt, oder dadurch, dass mannie Kenntniss einer Sache dem intellectus verdanken zu müssenglaubt, während sie doch nur auf der imaginatio beruht. Es handeltsich also um ein „Bemedium”, mit Hülfe dessen man entscheidenkann, ob man etwas mittelst des intellectus oder der imaginatio ver-standen habe, so dass dem Irrthum vorgebeugt werde. Ein solchescriterium (welches also zugleich ein remedium ist) gründet Tschirn-haus auf den Satz, dass die facultas concipiendi bei allen Menschengleich, die facultas percipiendi aber bei verschiedenen verschiedensei, indem z. B. der Blinde keine Farbe, der Taube keinen Ton,und überhaupt kein Mensch so wahrnehme, wie ein anderer. Hierausergiebt sich nun das gesuchte criterium: Alles, wovon ich einemAnderen durch blose Worte eine deutliche Kenntniss beizubringenvermag, ist von mir concipirt; alles Andere aber, wovon ich durchblose Worte einem Anderen keine deutliche Kenntniss beizubringenvermag, habe ich selbst nur mittelst der imaginatio erkannt'). Man
1) Medic. Ment. pag. 4G-. „Bis enim suppositü tanquamcerHsmmi*, eertumetiam erit, si statuam, aliquid mth* «*"»» T°/ Manie? solis verbis
observem, in meä esse potestate, «Ko Saliern mihi in ejus mente
eandem, & aequb perfectam, ac ego ipse ed de re habeo, maq i n ari, sed con-excitandi ; c ertum, inquam, erit , me istam tune rem n nu m s ver bis talemcipere. Si confrö adverto, me alii, egus prorsus oseat; tunc ex
notUiam tm pertiri posse, ita ut non mint« ac ego ver - 0 conc i pere _ Si
posteriori positione Ivjuet, me rem tanthm vmagmartj