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§. 4. Seine Logik.
M. de Tschirnhaus nous a fait rcmettre une copie manuscrite dela Reponse, qu’il a faite aux Reflexions de M. Fatio de Duiilier sursa methode de trouver les tangeutes &c. On l’inserera dans le volumesuivant, pourvu qu’on recoive assez a temps quelques eclaircisse-mens, que l’on attend de l’Auteur de cette reponse.
M. Nuis nous a prie d’eclaircir un endroit de l’extrait de sonLivre, qui n’est pas intelligible a tout le monde, etant separe duroste de l’ouvrage” etc. Wenn es auch nicht bestimmt ausgesprochenist, so darf man doch vielleicht, zwischen den Zeilen lesend, au-nchmen, dass unter die zweite so hart getadelte Classe von Schrift-stellern Tschirnhaus gerechnet wird, einmal, weil die Analogie daraufhinweist, dass, wie Ruiter zu der ersten, so Tschirnhaus und Nuiszu der zweiten Kategorie gehören, sodann, weil, wenn dies nichtder Fall sein sollte, die beiden mit „H. de Tschirnhaus” und „M.Nuis” anfangenden Abschnitte in keinem logischen Zusammenhängemit dem vorhergehenden ständen, endlich, weil in der That Tschirn-haus mit einer Kritik Fatio de Duilliers, auf welche wir weiter untenzurückkommen werden, sich nicht zufrieden erklärte und Einwen-dungen gegen dieselbe erhob.
Während sich demnach Tschirnhaus des Beifalls der Herausgeberder „Bibliotheque universelle”, J. Le Clerc und J. C. De La Crose '),nicht gerade zu erfreuen hatte, übte die Medicina Mentis et Corporisdamals gewiss einen bedeutenden Einfluss auf das Publicum aus,wie daraus hervorgeht, dass dieses Werk ausser 1695 noch einmal,1705, und selbst zum vierten Male, 1753, neu aufgelegt ward. DieUrsache dieses Erfolges ist jedenfalls, wenigstens zum Theil, in dergefälligen und fliessenden Darstellungsweise, sowie darin zu suchen,dass Tschirnhaus philosophische termini technici möglichst vermeidetund Vorkenntnisse durchaus nicht voraussetzt. Viele Leser auchmochten durch die Hoffnung angelockt werden, sie würden nach be-endigter Lectüre in den Stand gesetzt sein, Erfindungen und Ent-deckungen zu machen, Andere endlich mochten in der Medicinacorporis eine Anleitung erblicken, sich eine ungeschwächte Gesund-heit zu erhalten oder die verlorene wieder herzustellen.
Eine genauere Erwägung des Gegenstandes, welchen Cartesiusin seiner „Dissertatio de methodo recte regendae rationis, & veritatisin scientiis investigandae”, und ausser anderen Anhängern der Car-tesianischen Lehre auch Tschirnhaus behandelt hat, dürfte Folgendesergeben: „Eine gegebene Behauptung rücksichtlich ihrer Wahrheitprüfen und somit etwaigen Irrthum vermeiden” und „Neue Wahr-heiten entdecken sind im Grunde zwei wesentlich verschiedeneDinge; denn bei ersterem ist das Object der Thätigkeit unseres Ver-standes bereits gegeben und es wird nur verlangt, dasselbe in Be-zug auf seine Richtigkeit oder Unrichtigkeit zu untersuchen; beiletzterem hingegen wird gefordert, dass unser Geist selbst durch eine
’) Mit diesen Namen ist das „Avertissement zu Tome V” unterzeichnet.