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§. 7. Seine Kectiiications - Methode.
Verlässe, quod hoc speeimen longe plus in recessu habeat quam ap-paret. Det cnim mihi demonstrationem constructiouis suae, & e gojpsi dabo quadraturam hyperbolae, & proinde reetifieationem eurvaeparabolicae Geometricam, in qua indaganda omnes, quotquot exstiterunt,Mathematiei, hactenus frustra desudarant”. Tschirnhaus entgegnetedarauf in den Actis Erudit. Mensis Kovembris 1696, pag. 519(s. pag. 104), er habe ein allgemeines, auf alle Kegelschnitte bezüg-liches, Theorem, habe aber erst vor mehreren Monaten darin weitergehen können. Da er sich jedoch dabei einer Annahme bedient habe,Welche alle anwendeten, die die Methode des Unendlichkleinen be-folgten und diese doch zu Irrthümern führen könne, so habe er esauf eine andere Weise, ohne diese Supposition zu Hülfe zu nehmen,versucht, habe auch den Calcul zu Ende gebracht, jedoch sich nochnicht von der „exactitudo” desselben zu versichern Zeit gefunden.Die Methode aber, versichert er, sei gewiss und er könne mit Hülfederselben Bögen nicht nur derselben, sondern auch verschiedenerCurven vergleichen. Johann Bernoulli antwortete darauf in den Act.Erudit. Mensis Martii 1697, pag. 113 (s. pag. 104), er sei begierigdiese zweite Methode kennen zu lernen, und Tschirnhaus erwiderthierauf in den Act. Erudit. Mensis Maji 1697, pag. 220 (s. pag. 105),er müsse hinsichtlich der Parabel bögen, jetzt darauf aufmerksamwachen („jam monendum duxi”) und eingestehen, dass die Methode,die er früher als universell dargestellt habe („tradidi”) nur beschränktund in einem gewissen Falle anwendbar sei. Dabei setzt er merk-würdiger Weise, als wenn er dieser Meinung schon bei der Ver-öffentlichung seines ersten Aufsatzes gewesen sei, in dem er dochfür seine Methode eine allgemeine Gültigkeit in Anspruch genommenhatte, hinzu: „Qwamvis ergo jam dudum id (nämlich „eam tantumparticulariter esse veram”) animadverti, non tarnen consultum duxiid edere in publicum, sperans, quoniam hacc metliodus viam planesingulärem aperit, quae nondum nota est publice, videturque maximeesse genuina in calculo indefinite parvarum, fore ut concedereturWilli spatium, hanc methodum probe excolendi, atque deinde singulareilliquid publieo exhibendi, ut defectus ille resarciretur”. Uebrigenswuss Tschirnhaus wegen dieses Streites gegen Johann Bernoulli, demman doch, .etwa von der verletzenden Form abgesehen, nicht Un-recht geben kann, sehr erbittert gewesen sein, denn wir finden, dasser in einem an Leibniz gerichteten Briefe '), datirt: „Kiesslingswalda8. Martii 1698”, Bernoulli Ruhmsucht und das Bestreben vorwirft,die Verdienste Anderer zu verkleinern, auch ist daselbst der ungefähreInhalt einer Erwiderung angegeben, die er gegen Bernoulli in dieAct. Erudit. einrücken zu lassen gesonnen war. Indessen unterbliebdies, wahrscheinlich weil Leibniz Bernoulli wenigstens gegen dieihm gemachten Vorwürfe in Schutz nahm 2 ). Vielleicht in Eolge
') Gerhardt: „Leibnizens mathematische Schriften. Baud IV , pag. 529.
2 ) Daselbst, in einem Briefe Leibnizens an Tschirnhaus, pag. 533.