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§. 13. Seine Schleif- und Polirwerke; Porzellan; Itechonmaschino. 197
Endlich ist noch unter den von Tsehirnhaus erfundenen Maschinenund dem gewöhnlichen Leben dienenden Werkzeugen seine Rechen-maschine zu erwähnen. Bereits Blaise Pascal (geb. 1623) hatte inseinem achtzehnten Jahre eine solche verfertigt, von welcher sieh'-in Modell auf dem Conservatorium der Künste und Gewerbe zuEaris befindet 1 ); und LeibniZ hatte dieselbe vcrvollkomnet und einModell der Königlichen Soeietät zu London vorgelegt, in Folge dessenzum Mitglied derselben ernannt worden war, am 9. April 1673 a ).Ei einem Briefe vom „Janvier 1694” an Tsehirnhaus erwähnt Leib-111 z dieselbe 2 3 4 ), und Tsehirnhaus antwortet hierauf von „Kiesslings-Walda d. 27. Februar Anno 1694”*): auch er sei auf eine 'Rechen-maschine verfallen, sie habe aber keine Räder und beruhe auf ganz an-deren Principien, als die Lcibnizens. Letzterer erwidert hierauf nurkürz«) n n tor dem ,,21.Martis 1694”, wennTschirnhausens Maschine vonder seinigon verschieden sei und doch dasselbe leiste, so sei sie sehrkoch zu schätzen. Ob nun Tsehirnhaus sein Instrument, welchesb ei seiner ersten Mittheilung darüber noch nicht fertig war, nochvollendet hat, darüber erfahren wir nichts weiter, denn dasselbewird nirgends wieder erwähnt. Ebenso scheint auch LcibnizensRechenmaschine nie zur Ausführung gelangt zu sein, denn noch umas Jahr 1693 oder 1694 schreibt er in einem Briefe an Tschim-mus o). vermeyne ietzo meine Arithmetische Machinam eins-
^mhls verfertigen zu lassen. Herr Arnand, Hugcns und andere habenmich etliche mahl deswegen erinnert”. Wir erfahren daher nicht,°k diese Instrumente ihren Zweck erfüllt und etwas zur Erleichte-rnd und Bequemlichkeit des Lebens beigetragen haben.
’) Bossut: „Oeuvres do Pascal”. Edition de Oh. Lahuro et C i0, Tom. 1,** I)io Maschine selbst ist beschrieben: dasolbst Tom II, pag. 357 — 3S0.
Entdeckung der Differenzialrechnung durch Leibniz”,
2 ) Gerhardt: „Diepa S- 17, 20.
3 ) Gerhardt: „Lcibnizens mathematische Schriften"
4 ) Ebendaselbst, pag. 520.r 0 iibondasolbst, pag. 522.
“) Ebendaselbst, pag. 514.
Band IV, pag. 51!).