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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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dem Grunde zurückgewiesen, weil er ihn zu gefährlich für seine eigene 1637,Person gefunden. ^

Vor seiner Abreise theilte mir der Herzog am 21. April einenkurze» Abriß seiner Lebensereignisse mit »nd zwar in italienischer

63 Die nachfolgende von Lecgnes in Frankreich bekannt gemachteRelation, weiche als Seitenstück j„ derjenigen deS Herzogs von Noha»,alle Beachtung verdient, steht in Rohan's Briefen abgedruckt und führtden Titel: Uolntio» voritnbl« «t pnriiouliere <lo co gul s'est passn onls Vnlteline, rle quelle sorl« le I)n« >Iv liobn» n Irnite nveo les 6r!so»svt <1« c« gu! s'est ensuivi on exöoution eluilil trnito, — pur lo kurv»cke bncrpies.

„Um diese Angelegenheit wohl zu verstehe», (beginnt dieselbe) mußman nicht vergessen, daß der Herzog von Roban, als er von seinerschweren Krankkeil zn Sondrio wieder hergestellt war, ungefähr imMonat Juli des Jabres >636, das Vcltlin verließ und um einer Luft-ändcrung willen, nach Cnr in die Bünde sich begab. Von der Pestgleich sehr, wie von großem Mangel heimgesucht, blieb die Armee unterdem Befehle des Barons dc Lecgnes, Marechal's be Camp, im Veltllnzurück. Troz der vielfachen Gcsncke desselben, hatte sich der Herzog seit'her nickt entschließen können, dahin zurückzukehren, sei es-, daß er nicktim Stande war, den Bedürfnissen des Heeres abzuhelfen, welches allerBequemlichkeiten baar, meistens ohne Brod »nd Geld, aus dem aus-gehungerten Lande zu ihm schrie, sei es, daß er besondere Gründe habenmochte, es zn unterlassen.

In der Zwischenzeit hatten die Offiziere der bündnerische» im Soldedes Königs stehenden Truppen ihre Posten verlassen und den Dienstvollständig guitiirt; theils weil die Löbnung nicht erfolgte, theils inFolge der Übeln Behandlung, welche ihnen von Seite Herrn Lasnier'S,des königliche» Gesandten und Intendanten bei dem Heere, z» Theilwurde. Sie wußten ihre Sache bei den Häuptern jo gut zu kehren,daß der Oberst Jenatsch, welcher an ihrer Spize stand, sammt einigenAnder» znr Erzherzogin abgeordnet wurde, um mit dem Hause Oester-reich zum Nachtheile der Krone Frankreich Unterhandlungen anzuknüpfen.

Um diesem Vorgehe» zn begegnen, verlangte der Herzog von Nohanvon den Bünden die Berufung eines Beitags, wo die Differenzen derBündner mit Frankreich über die Rückgabe des Veltlins, die sie a»durchaus keine Bedingungen »nd Vorbehalt geknüpft wisse» wollten,ausgeglichen werde» könnten.

Die Häupter sagten die Versammlung des Beitags zu und ordnetenan, daß sie »»mittelbar »ach der Rückkehr der Boten von Innsbruckstattfinden sollte.

Diese Rückkehr aber zog sich so lange hin, daß es die Mühe lohnt,nach dem Grunde davon zu forschen. Don verschiedenen Seilen war