Claſ. XxXIX. Von allerley Kraͤutern zur Artzney. 1053
Ffſahnaſg der Manden und des Zapffleins. Item/ zu den Geſchwaͤren desKundes.. 8Mit Milch vermiſcht/ und warm in die Ohren eingelaſſen/ lindert denSchmertzen derſelbigen.Doſten mit Gerſten⸗Meel geſotten/ ein Pflaſter daraus gemacht/ unduͤbergeleget/ vertreibet allerley Geſchwulſt.CCLXIII. Wuͤllkraut.
Waͤrmt/ maͤſſigt/ erweicht.
Lindert die Schmertzen.
Wird fuͤrnemlich gebraucht in Bruſtſchwachheiten/ in dem Huſten/Blutausſpeyen/ im Grimmen des Leibes..
Die Wurtzel ſtillet die Guͤlden⸗Ader/ 9. oder 10. Tage nach einandereingenommen.—
Aeuſſerlich braucht man die Blaͤtter und Blumen am meiſten/ dann ſieſtillen allerhand Schmertzen/ bevorab des Affterdarms.
Die Wurtzel in rothem Wein geſotten und getruncken, ſtillet denBauchfluß/ ſo aber ein Fꝛeber vorhanden/ ſolle man an ſtatt des WeinsWaſſer nehmen.
Gleiche Wuͤrckung hat auch das gebrannte Waſſer von den Blumenalſo gebraucht. 18
Es bekommet auch den gebrochenen Menſchen wol/ oder demetwas imLeibe vom Stoſſen oder Fallen zerriſſen iſt.
Item/ den Lungenfuchtigen/ Huſtenden/ und allen innerlichen Schmer-tzen und hitzigen Geſ chwaͤren.
Wüͤllkraut/ oder Blumen/ in Waſſer geſotten/ iſt eines der fuͤrnehm-ſten Stuͤcken) wider alle hitzige Geſchwaͤr der Augen/ des Afftern/ und allerheimlichen Glieder/ und des hitzigen Podagra/ daruͤber warm geſchlagen/und aufgelegt..
Das gebrannte Waſſer in die trieffende Augen gethan/ ſtillet den
Fluß.8 88 das rothe Angeſicht etliche Tage damit gewaſchen/ vertreibetie Röoͤthe.
Dienet wol zu dem Rothlauffen und allerley Brandſchaͤden/ doppelteſeinene Tuͤchlein darinn genetzt und uͤbergeſchlagen.
Heilet auch allen hitzigen/ flieſſenden und beiſſenden Grind.
Der Safft vom Wuͤllkraut ſolle auch ein gut Præſervativ ſeyn in Ster-benslaͤuffen. 1
Nora. Die Blumen faͤrben die Haare gelb.
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