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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Claſ. XxXIX. Von allerley Kraͤutern zur Artzney. 1053

Ffſahnaſg der Manden und des Zapffleins. Item/ zu den Geſchwaͤren desKundes.. 8Mit Milch vermiſcht/ und warm in die Ohren eingelaſſen/ lindert denSchmertzen derſelbigen.Doſten mit Gerſten⸗Meel geſotten/ ein Pflaſter daraus gemacht/ unduͤbergeleget/ vertreibet allerley Geſchwulſt.CCLXIII. Wuͤllkraut.

Waͤrmt/ maͤſſigt/ erweicht.

Lindert die Schmertzen.

Wird fuͤrnemlich gebraucht in Bruſtſchwachheiten/ in dem Huſten/Blutausſpeyen/ im Grimmen des Leibes..

Die Wurtzel ſtillet die Guͤlden⸗Ader/ 9. oder 10. Tage nach einandereingenommen.

Aeuſſerlich braucht man die Blaͤtter und Blumen am meiſten/ dann ſieſtillen allerhand Schmertzen/ bevorab des Affterdarms.

Die Wurtzel in rothem Wein geſotten und getruncken, ſtillet denBauchfluß/ ſo aber ein Fꝛeber vorhanden/ ſolle man an ſtatt des WeinsWaſſer nehmen.

Gleiche Wuͤrckung hat auch das gebrannte Waſſer von den Blumenalſo gebraucht. 18

Es bekommet auch den gebrochenen Menſchen wol/ oder demetwas imLeibe vom Stoſſen oder Fallen zerriſſen iſt.

Item/ den Lungenfuchtigen/ Huſtenden/ und allen innerlichen Schmer-tzen und hitzigen Geſ chwaͤren.

Wüͤllkraut/ oder Blumen/ in Waſſer geſotten/ iſt eines der fuͤrnehm-ſten Stuͤcken) wider alle hitzige Geſchwaͤr der Augen/ des Afftern/ und allerheimlichen Glieder/ und des hitzigen Podagra/ daruͤber warm geſchlagen/und aufgelegt..

Das gebrannte Waſſer in die trieffende Augen gethan/ ſtillet den

Fluß.8 88 das rothe Angeſicht etliche Tage damit gewaſchen/ vertreibetie Röoͤthe.

Dienet wol zu dem Rothlauffen und allerley Brandſchaͤden/ doppelteſeinene Tuͤchlein darinn genetzt und uͤbergeſchlagen.

Heilet auch allen hitzigen/ flieſſenden und beiſſenden Grind.

Der Safft vom Wuͤllkraut ſolle auch ein gut Præſervativ ſeyn in Ster-benslaͤuffen. 1

Nora. Die Blumen faͤrben die Haare gelb.

Rrr rrr iij ECIXIV.