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Praktische französische Grammatik : Oder: vollständiger Unterricht in der französischen Sprache / von Caspar Hirzel
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Von d « n Redekheilen.

weder mehrere einzelne Begriffe, oder mehrere Sätze mit einander ver-binden. Bindewörter sind z. B. und, aber, weil, denn, ob.gleich, wenn. Reichthum und Ehre. Er ward verwundet undstarb. Er wurde angefallen, aber er wußte sich zu vertheidigen.Wir ehren diesen Mann, weil er sich um das Vaterland verdientgemacht hat oder: d e n n er hat sich um das Vaterland verdientgemacht. Obgleich er gekränkt wurde, rächte er sich doch nicht.Wenn dies dir Freude machen kann, so will ich es gern gestatten.

Die Empfindungswörter endlich sind einzelne Laute, durchwelche die Empfindung der Freude, des Schmerzes, des Schreckensu. f. w. kund gethan wird: ach, o, ah, hu! (Vielleicht bestanddie Sprache der Menschen Anfangs gerade aus solchen einfachenLauten, die sie, von lebhaften Empfindungen hingerissen, unwill-kührlich ausstießen, wie sie jetzt noch bet heftigen Gemüthsbewegungenaus dem Munde hervordringen.)

Die erwähnten zehn Arten der Wörter werden gewöhnlich auffolgende Weise geordnet, und von den Franzosen mit den in Paren-thesen beigefügten Namen belegt: der Artikel (article), das Haupt-wort (substantif), das Eigenschaftswort (adjectif), das Zahlwort(nombre), das Fürwort (pronom), das Zeitwort (verbe), dasNebenwort (adverbe), das Vorwort (préposition), das Bindewort(conjonction) und das Empfindungswort (interjection).

Erster Curs.

Erstes Kapitel.

Einleitung zu den Redetheilen, welche in unsererSprache deelinierbar heißen.

1. Es gibt im Französischen nur zwei Geschlechter, das männlicheund das weibliche, von denen das letztere bei vielen Arten derWörter in ein stummes e endigt. (Von dem sächlichen Geschlechteließen sich vielleicht einige Spuren bei den Fürwörtern nachweisen,z. B. quoi? was?)

2. Das Zeichen, wodurch sich die Mehrheit von der Einheit unter-scheidet, ist ein s, dessen Stelle bisweilen ein gleichlautenderBuchstabe, z. B. x, einnimmt.

s. Im Französischen lauten die Wörter auf die Frage: wen? wie aufdie Frage: wer? Un bon père bedeutet nicht bloß ein guterVater, sondern auch einen guten Vater.

4. Wie verfahren aber die Franzosen, wenn wir ein Wort auf dieFrage: wessen? setzen? Ganz anders, als wir. Während wirden Wörtern auf jene Frage Endungen beifügen, und z. B. e inguter Vater verwandeln in: eines guten Vaters, schickendie Franzosen das Wörtchen de voraus, und sagen: d'un bonpère. WaS ist nun jenes de? Es ist ein Vorwort, wel-ches von bedeutet. Also läßt sich d'nn bon père eigentlich über-setzen: von einem guten Vater. Es ist folglich augenschein-